ECIN Home | Aktuell |
News | August 2006
24.08.2006
Alle reden von Web 2.0, doch die wenigsten nutzen es. Trotzdem bringt die Unterscheidung von vier großen Nutzergruppen den Marketern frische Einsichten in das digitale Konsumverhalten.
Unter dem Label Tekki 2.0 beschreibt eine Trendstudie von Interone Worldwide im Auftrag von BBDO Germany die deutsche Online-Bevölkerung. Das markanteste Merkmal dieser Generation der 14- bis 49jährigen ist demnach der Trend weg von den klassischen Medien hin zu Internet und Handy. Dabei ordnen die Analysten die Internetuser in vier unterscheidbare Typengruppen ein:
Die Technikexperten (23 Prozent) stellen die Gruppe mit dem geringsten weiblichen Anteil (40 Prozent) dar. Sie verstehen ihren PC als reines Arbeitsmittel und investieren dabei viel Zeit in die Pflege und die Informationssuche nach neuen technischen Gadgets. Der kommunikative Nutzen ist ihnen weniger wichtig.
Bei den Handyfokussierten (29 Prozent) ist TV der stärkste Verlierer im Medienmix, da der emotionale Fokus hier eindeutig auf dem mobilen Telefon liegt. Neben Individualisierung durch Klingeltöne zum Beispiel, wird auch großer Wert auf Design und Style bei anderen Kaufentscheidungen gelegt.
Der Tekki-Mainstream (26 Prozent) repräsentiert am besten die Generation Tekki und ist typischerweise männlich, 34 Jahre alt, ledig und kann ein mittleres Bildungsniveau vorweisen. Er nutzt Medien als Ausdruck seiner Persönlichkeit und besitzt als Trend-Follower mehr Geräte als andere Gruppen, auch wenn er diese dann weniger nutzt. Letztlich entscheidet aber bei ihm generell das Design über Kauf oder Nichtkauf.
Die Gruppe der Medienkonservativen (22 Prozent) ist mit durchschnittlich 42 Jahren die älteste und weist den größten Anteil an Vollzeitbeschäftigten, Besserverdienenden und Verheirateten auf. Bei ihr zeigt sich eine deutliche Reserviertheit gegenüber neuen Medien, so wird von ihr sowohl das Internet als auch das Handy weniger positiv bewertet als von anderen Gruppen. Dem entsprechend stellen Fernsehen und Zeitung die entscheidenden Informationskanäle dar.
Außerdem fällt auf, dass das momentan überall stark gehypte Thema "Web 2.0" im Nutzungsverhalten der Generation Tekki keine besondere Rolle spielt: Obwohl 85 Prozent der Befragten das Internet täglich nutzen, werden Podcasts (0,6 Prozent) und Blogs (5,1 Prozent) nur von wenigen, vor allem jungen Usern, genutzt. "Klassische" Dienste wie Online-Shopping und -Banking sprechen dagegen vor allem die mittlere und ältere Zielgruppe. MP3-Player à la iPod sind jedoch aus dem Alltag der meisten Befragten nicht mehr wegzudenken, rund 70 Prozent besitzen ein mobiles Abspielgerät.
Zum gleichen Thema:
24.08.2006 - Noch mehr soziale Bindung zur Werbung
22.08.2006 - Die Kraft der Kunden war niemals stärker
11.08.2006 - Mobiles Marketing fürs edle Auto
07.08.2006 - Einstiegshilfe in den digitalen Absatzmarkt
22.06.2006 - Werbezukunft: Am Endkunden ausgerichtet
Mehr Infos zum Thema 'Marketing'