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News | August 2006
30.08.2006
Digitaler Diebstahl läuft den reinen Zerstörern den Rang ab. Und damit wird die Sache teuer.
Auch bei den Programmierern von Malware, Viren und Spam gibt es Trends und Moden. In der Vergangenheit waren es meist Programme, die nur einen Zweck hatten: so viel Schaden wie möglich auf dem befallenen Computer oder Netzwerk anzurichten. Das war ärgerlich, keine Frage, doch waren die Schäden auf Soft- oder Hardware begrenzt. Wie eine Studie von Panda Software zur Malware-Verteilung im zweiten Quartal 2006 jedoch zeigt, sind immer mehr Schädlinge darauf programmiert, vertrauliche Daten auszuspionieren.
Die Ergebnisse der Studie sind deutlich: 88 Prozent der zwischen April und Juni registrierten Malware wurden für den digitalen Datenklau konzipiert. Mit 54,4 Prozent waren über die Hälfte von ihnen Trojaner, die zur Erschwindelung von Passwörtern und Zugangsdaten eingesetzt werden. Einen Anteil von 16 Prozent stellten Bots, die zum Aufbau und Verkauf von Botnetzen genutzt werden. Backdoor-Trojaner kamen auf 12,1 Prozent, Dailer scheinen mit 3,8 Prozent zu einer aussterbenden Art zu gehören. Adware und Spyware waren für 1,7 Prozent der Angriffe zuständig. Die restlichen zwölf Prozent waren Würmer mit 4,9 Prozent und sonstige Schädlinge mit 7,1 Prozent.
Die Bekämpfung der neuen Schädlingsart gestaltet sich indes schwierig. Malware, die auf finanzielle Profite aus sei, hinterlasse keine typischen Anzeichen einer Infektion auf betroffenen Systemen, erklärt Luis Corrons von Panda Software. Sie gehe sehr diskret vor, um nicht entdeckt zu werden.
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