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News | September 2006
01.09.2006
Der Umstieg auf Open-Source-Anwendungen kann bares Geld sparen. Das gilt auch für eMail-, Kalender- und Messaging-Lösungen
Die Marktführer der IT-Branche sehen sich immer größerer Konkurrenz aus dem Open-Source-Bereich ausgesetzt. Denn der Umstieg auf die frei verfügbaren Anwendungen kann für Unternehmen durch wegfallende Lizenzgebühren eine erhebliche Kostenreduktion bedeuten. Linux-basierte Programme stellen eine interessante Alternative zu den dominierenden Messaging-Groupware-Lösungen wie Microsoft Exchange oder Lotus Notes dar. Ein Report von Berlecon Research zeigt, dass viele am deutschen Markt etablierte Lösungen für E-Mail, Kalender, Kontakte und Messaging bereits auf Open Source basieren. Bei den Angeboten unterscheiden die Analysten zwischen reinen Open-Source-Projekten, die eigenständige Lösungen erarbeiten und auf Open-Source-Infrastruktur basierenden Lösungen, die sich explizit als Alternativen zu den etablierten Anwendungen positionieren.
Die Variante Open-Source-basiert wirbt mit niedrigen Lizenz- und Wartungskosten und macht die Einbindung von Drittanbieter-Anwendungen durch offene Format und Protokolle äußert einfach. Gerade für mittelständische Unternehmen, die serverseitig auf Linux setzen, eignen sich Linux-basierte Lösungen, sagt Dr. Joachim Quantz von Berlecon. Eine homogene IT-Infrastruktur sei essenziell, um Aufwand und Kosten für Installation, Betrieb, Wartung und Schulung soweit wie möglich zu minimieren. Reine Open-Source-Lösungen, wie die laut Berlecon in Deutschland bereits etablierten eGroupWare und OpenGroupware.org, sind kostenlos downloadbar. Sie hätten jedoch oft den Nachteil, dass sie nur sehr bedingt Unterstützung für die am Markt dominierenden Outlook Clients böten. Diesem Problem werde jedoch einerseits mit Outlook-Konnektoren für in Unternehmen bereits genutzte Desktop Clients sowie durch die ständige Weiterentwicklung der eigenen Webmail Clients entgegengewirkt.
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