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06.09.2006 - Das Wachstum von Online-Video-Content ist nicht aufzuhalten. Das gilt nicht nur für die USA – auch deutsche TV-Anstalten riechen den Braten.

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Online is the new Television

06.09.2006

Das Wachstum von Online-Video-Content ist nicht aufzuhalten. Das gilt nicht nur für die USA – auch deutsche TV-Anstalten riechen den Braten.

Einer aktuellen Studie von Associated Press und AOL zufolge nutzen über die Hälfte aller US-amerikanischen Internet-User audio-visuelle Online-Angebote. 54 Prozent gaben an, bereits einen Videoclip bzw. ein vollständiges Programm online angeschaut oder runtergeladen zu haben. Und der Trend geht aufwärts: 32 Prozent der Befragten gaben an, täglich mehr Online-Video zu schauen als noch im letzten Jahr. Was die Werbetoleranz angeht, kam die Studie zum Ergebnis, dass 71 Prozent der Online-Video-Nutzer nichts dagegen hätten, sich dem Clip vorgeschaltete Werbebotschaften anzuschauen, wenn dadurch der Download kostenlos würde. Im Gegenzug wären 23 Prozent bereit für werbefreie Videos zu bezahlen.

Die Online-Video-Nutzung wachse schneller als erwartet, meint Kevin Conroy von AOL. Dies sei vor allem auf die stärkere Verbreitung von Breitbandanschlüssen zurückzuführen. Zu den beliebtesten Inhalte zählen mit 72 Prozent Nachrichten, gefolgt von Fernseh- und Filmclips mit 59 Prozent, sowie Musikvideos mit 48 Prozent und Sporthighlights mit 44 Prozent. Der große Erfolg von Amateurvideos, die mit 43 Prozent auf Platz fünf der Bestenliste landen, lässt sich wohl auf die Popularität von Videoportalen wie YouTube und deren Konkurrenten zurückführen.

Einer von zehn Usern gibt an, seinen Fernsehkonsum verringert zu haben, seit Video online verfügbar sei. Das setzt auch die deutschen Fernsehanstalten unter Druck, den digitalen Zug nicht zu verpassen. Die ProSieben-Sat1-Gruppe reagierte auf diesen Trend mit einer Beteiligung an der deutschsprachigen Video-Community MyVideo. Das Fernsehunternehmen hält 30 Prozent der Anteile und hat eine Option auf die spätere Gesamtübernahme des Portals. Mit diesem Schritt soll die Präsenz am digitalen Markt gestärkt werden.

 


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