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News | Oktober 2006
12.10.2006
Die Webseiten der Kreditinstitute sind meist unübersichtlich und schlecht zu durchschauen. Träger des Übels sind die Nutzer, an die man nicht denken mag.
Das klingt ja erstmal nicht gut: Bei der Untersuchung von elf Privatkunden-Portalen deutscher Banken konnte keine der Websites in den Punkten Gebrauchstauglichkeit, Absatzorientierung und Barrierefreiheit gleichermaßen überzeugen. Zu diesem Ergebnis kommt die Internetagentur Syzygy bei ihrer Untersuchung Usability Monitor 2006. Weiter heißt es, dass sich bei den Banken bereits in der Navigation Defizite zeigen. Häufig seien die Angebote der Banken nicht optimal platziert. Damit tritt das Hauptdefizit klar zutage: Der immer noch mangelnde Fokus auf die Nutzer bei der Website-Konzeption. Prinzipiell schneiden die Direktbanken besser ab als die Großbanken. Die großen deutschen Banken finden sich sogar im unteren Drittel der Bewertung wieder.
Da sich aber in den letzten Jahren Standards für Interaktionsflächen, Bildsprache oder geschriebene Sprache entwickelt haben, liegen die Bankauftritte in der Bewertung insgesamt nicht allzu weit auseinander. Der User-Teufel steckt allerdings dann doch im Detail und richtige Freude will beim Navigieren nicht aufkommen. Das liege, so Wolfgang Henseler von Syzygy, an den komplexen und oft erklärungsbedürftigen Angeboten, die in der Regel eine bankeninterne Sicht widerspiegelten. So wurde beispielsweise festgestellt, dass bei der Kategorie Absatzorientierung häufig die Produkte und Dienstleistungen der Banken nicht optimal platziert sind. Begrüßenswert sei hingegen die große Anzahl gut durchdachter Tarifrechnern oder Tools.
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