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20.10.2006 - User generated content läuft meistens ohne die Beteiligung von Unternehmen ab. Doch die neuen Herausforderungen Web 2.0 verwöhnter Nutzer sollten auch Unternehmen umdenken lassen.ECIN Home | Aktuell |
News | Oktober 2006
Web 2.0 macht Appetit auf Inhalt
20.10.2006
User generated content läuft meistens ohne die Beteiligung von Unternehmen ab. Doch die neuen Herausforderungen Web 2.0 verwöhnter Nutzer sollten auch Unternehmen umdenken lassen.
In einer weltweiten Studie von Accenture wurden deshalb mehr als 130 Top-Manager der Medien- und Unterhaltungsbranche zu deren Strategien für die Zukunft befragt. Unternehmen müssten demnach jetzt die richtigen Entscheidungen treffen, um auch in Zukunft Wachstumspotenziale ausschöpfen zu können. Das kräftige Wachstum werde nach Ansicht der Studienteilnehmer besonders durch zwei Faktoren getrieben: Neue Vertriebswege und neue Inhalte. Zwei Drittel der Befragten erwarten, dass neue Verbreitungswege wie etwa Online, Mobilfunk, Satelliten- und Kabelfernsehen oder IPTV das Wachstum in der Medienbranche treiben werden. Rund ein Fünftel der befragten Manager meinte, dass vor allem neue Inhalte und Formate die Medienindustrie wachsen lassen. Mit den größten Zuwächsen rechnen fast 90 Prozent der Befragten im Bereich Online-Plattformen, gefolgt von mobilen Diensten (73 Prozent) sowie Satelliten- und Kabelkanälen (41 Prozent). Auch die noch relativ junge Technologie IPTV betrachten 36 Prozent als einen der Kanäle mit entsprechendem Wachstumspotenzial.
Anbieter von Inhalten wie etwa Fernsehprogrammen, Filmen, Werbung oder Büchern haben nach Angaben der Studienteilnehmer die besten Zukunftschancen: Über vier Fünftel erwarten, dass vor allem solche Medienunternehmen, die selbst Inhalte und Formate anbieten, für den künftigen Wettbewerb am besten positioniert sind. Durch die Verfügbarkeit neuer Vertriebskanäle müssten die Produzenten von Inhalten ihre Angebote über möglichst viele Wege gleichzeitig vermarkten, so die Empfehlung von Nikolaus Mohr von Accenture.
Und die Branche scheint zu reagieren: Viele ITK-Unternehmen sehen sich nicht mehr als reine Infrastrukturanbieter sondern wollen eigene Unterhaltungsangebote vermarkten. 60 Prozent der Befragten glauben, die ITK-Branche sei für den künftigen Wettbewerb in der Medienindustrie gut aufgestellt. Für die Kabel- und Satellitenbetreiber sehen 44 Prozent der Befragten eine gute Positionierung, die Aussichten des Einzelhandels als Vertriebskanal gelten mit 14 Prozent allgemein als eher schlecht. Mit einer zunehmenden Anzahl von Vertriebskanälen werde der Hunger auf neue, exklusive Inhalte automatisch zunehmen. User Generated Content könne dabei sicherlich als alternative Geburtsstätte für neue Inhalte angesehen werden.
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