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25.10.2006 - In Europa scheint sich mobiles Surfen schneller zu etablieren als in den USA. Doch auch beim Nutzungsverhalten werden Unterschiede deutlich.

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Europa surft mobil

25.10.2006

In Europa scheint sich mobiles Surfen schneller zu etablieren als in den USA. Doch auch beim Nutzungsverhalten werden Unterschiede deutlich.

Das ist das Ergebnis der comScore Mobile Tracking Studie, in der beträchtliche Unterschiede in der Nutzung des Internets über das Mobiltelefon zwischen Europäern und Amerikanern sichtbar werden. Das überraschende Ergebnis: 29 Prozent der europäischen Internetnutzer greifen regelmäßig über ihr Mobiltelefon auf das Internet zu, verglichen mit nur 19 Prozent in den USA. Von den untersuchten Ländern findet sich der größte Anteil der Nutzer in Deutschland und Italien (jeweils 34 Prozent), gefolgt von Frankreich mit 28 Prozent, Spanien mit 26 Prozent und Großbritannien mit 24 Prozent. Der Anteil der USA ist mit 19 Prozent der geringste.

Nokia ist in den fünf europäischen Ländern die führende Marke der mobilen Surfer, wobei sich die Anteile zwischen 50 Prozent in Italien und 22 Prozent in Frankreich bewegen. Nur in den USA liegt Motorola (26 Prozent) vor Nokia mit einem Anteil von 17 Prozent. Die großen Online-Portale sind die beliebtesten Ziele der mobilen Surfer, vor allem in den USA. Drei Viertel der amerikanischen mobilen Websurfer greifen über die führenden Online-Portale wie Google, Yahoo! und MSN auf die Inhalte zu, verglichen mit nur 30 Prozent der Europäer. Dort sind auch die von den Telefongesellschaften wie Vodafone, o2 und T-Mobile betriebenen mobilen Webseiten für mobile Surfer attraktiv.

In Europa scheine das mobile Internet die Dynamik des Internets über das Festnetz widerzuspiegeln, kommentiert Bob Ivins von comScore Europa das unterschiedliche Nutzungsverhalten. Google bleibe zwar stark, aber die anderen US-basierten Portale verzeichneten weit weniger Zugriffe. Das lasse sich auf die starke Konkurrenz durch lokale Wettbewerber zurückführen, die durch ihre Kontrolle über die Zugangspunkte und Schnittstellen von den Mobiltelefonen einen strukturellen Vorteil hätten.

 


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