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News | November 2006
23.11.2006
Spam ist kein Lausbubenstreich und stellt schon lange eine ernstzunehmende Gefahr für die Infrastrukturen von Unternehmen dar. Doch wie kann die unerwünschte Informationsflut eingedämmt werden?
Seit Januar 2006 ist das Spam-Aufkommen bereits um fast das Sechsfache gestiegen, wie eine aktuelle Auswertung von eleven belegt. Die Server des Berliner eMail-Sicherheits-Spezialisten prüfen täglich bis zu 120 Millionen eMails. Über 70 Prozent aller eingehenden Nachrichten sei demnach absolut unerwünscht. Etwa zehn Prozent des Gesamtaufkommens bestehe aus abonnierten Massenmails wie Newslettern. Nur noch rund 20 Prozent des eMail-Aufkommens seien erwünschte, individuelle Nachrichten. Allerdings überschreite schon heute bei einigen Unternehmen der Spam-Anteil die 90-Prozent-Marke. Auch die durchschnittliche Größe einer Spam-Mail habe durch das Aufkommen von Image-Spam im Jahr 2006 stark zugenommen: Spammer integrieren ihre Werbebotschaften seit Ende 2005 verstärkt in unterschiedliche Arten von Bildern und versuchen mit solchen Tricks, Spam-Filter zu überlisten.
Das rasant steigende Spam-Aufkommen stelle eine ernstzunehmende Bedrohung für die eMail-Infrastrukturen in Unternehmen dar, zeigt sich Robert Rothe von eleven besorgt. Es sei davon auszugehen, dass die steile Wachstumskurve anhält. Unternehmen sollten daher überprüfen, ob die Lastgrenzen der unternehmenseigenen Server-Systeme der Flut weiterhin standhalten können oder ob entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Um den Spam-Tricks entgegenzuwirken, müsse dazu auf neuartige Erkennungsmethoden gesetzt werden. Statt eine eMail beispielsweise auf bestimmte Schlagwörter aus dem Pharma- oder Finanzbereich zu scannen, könne mit Hilfe eines Kontrollsummen-Algorithmus überprüft werden, ob eine eMail massenhaft versendet wurde und damit als Spam klassifizierbar ist.
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