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04.12.2006 - Mit dem neuen Internet Explorer beabsichtigt Microsoft die Nutzerzahlen seiner Suchmaschine zu erhöhen. Eine größerer Anteil am lukrativen Online-Werbemarkt steht in Aussicht.

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Microsoft auf Yahoogles Fersen

04.12.2006

Mit dem neuen Internet Explorer beabsichtigt Microsoft die Nutzerzahlen seiner Suchmaschine zu erhöhen. Eine größerer Anteil am lukrativen Online-Werbemarkt steht in Aussicht.

Mit der Veröffentlichung der Version 7 des Internet Explorers tritt Microsoft nicht nur der anwachsenden Konkurrenz durch den Browser Firefox entgegen. Vielmehr läutet der Softwarehersteller durch das Update auch eine neue Runde am milliardenschweren Suchmaschinenmarkt ein. Diese Einschätzung vertreten zumindest die Suchmaschinen-Optimierer von Sumo. In die Symbolleiste des neuen Internet Explorers ist nämlich eine Suchmaske nach dem Vorbild der Toolbars von Google oder Yahoo! integriert und als Standard ist hierbei die MSN-Suche voreingestellt. Da viele Anwender aus Bequemlichkeit diese ungeändert nutzen, sei es abzusehen, dass sich die Marktanteile bei den Suchdiensten zugunsten Microsofts verschieben werden, prognostiziert Christian Mauer von Sumo. Da Microsoft die neue Version auch über die automatische Updatefunktion von Windows XP verteilen werde, sei es sogar denkbar, dass die Redmonder Yahoo! vom Platz zwei bei den Suchdiensten verdrängen können.

Auch wenn Google mit einem momentanen Marktanteil von über 85 Prozent den deutschen Suchmaschinen-Markt deutlich dominiere, wird die MSN-Suche so für die Online-Werbung interessanter. Das bedeute einen zusätzlichen Anreiz für Microsoft, das lang angekündigte AdCenter, eine Plattform für die Schaltung von Werbung auf allen Online-Angeboten von Microsoft, auch in Deutschland einzuführen. Für die MSN-Suche übernimmt dies momentan noch Yahoo! Search Marketing und streicht so einen guten Teil der dort erzielten Werbeeinnahmen ein. Die SEOs, die bislang vor allem eine gute Platzierung bei Google angestrebt hätten, sollten sich nun stärker mit dem Suchalgorithmus von MSN auseinandersetzen, empfiehlt Mauer.

 


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