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News | März 2007
21.03.2007
Markenpräsenzen in Second Life sind bisher eher als PR denn als ernstgemeintes Marketing einzuschätzen, das dem Standort gerecht wird. Ein Studie bestätigt das.
In den letzten Monaten haben namhafte Weltkonzerne in der virtuellen Community Second Life Filialen eröffnet und im Vordergrund stand dabei wohl in erster Linie nur die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Doch die verschwindet schnell, wenn man nicht nachhaltig dafür sorgt. Das hat eine Studie der Hamburger Agentur Komjuniti, einem Spin-Off des Brand Science Institute (BSI), herausgefunden. Demnach sind 72 Prozent der 200 Befragten enttäuscht von den Aktivitäten der Unternehmen in Second Life. Der Grund: Mehr als ein Drittel kannte die Markenangebote nicht und 42 Prozent zweifeln an einem dauerhaften Engagement der Unternehmen. Nur sieben Prozent meinen, dass das die Firmenwerbung einen positiven Einfluss auf das Image der Marken habe und ihr zukünftiges Kaufverhalten verändere.
Die User hätten recht, meint auch Dr. Nils Andres von Komjuniti. Denn der Hype führe zu überhöhten Erwartungen, die die beteiligten Unternehmen derzeit überhaupt nicht erfüllen könnten. Zudem wirkten manche Markenstandorte in Second Life zeitweise wie ausgestorben und hinterließen bei den Usern so den Eindruck mangelnden Interesses anderer Avatare an den Leistungen der Unternehmen. Trotzdem werde auch bei hohen Besucherzahlen der Standorte die Enttäuschung über fehlende Interaktion nicht abgefedert. Erfolg könnten die Marken nur bei einer andauernden Betreuung und einem durchdachten Themenmanagement haben, die bei den Avataren dauerhaftes Interesse generieren und so überhaupt erst ein positives Markenerlebnis erzeugen.
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