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23.03.2007 - Effiziente Werbung muss sich auch mal dezent im Hintergrund halten können. Da gilt es, mit der mobilen Werbung das Kind nicht gleich mit dem Bade auszuschütten.ECIN Home | Aktuell |
News | März 2007
Popup-Plage bald mobil?
23.03.2007
Effiziente Werbung muss sich auch mal dezent im Hintergrund halten können. Da gilt es, mit der mobilen Werbung das Kind nicht gleich mit dem Bade auszuschütten.
Vor der Entwicklung von Popup-Blockern gehörten die kleinen Fensterchen, die immer weggeklickt werden mussten, zu den entnervendsten Phänomenen des Internets. Die Mobile-Marketing-Experten von 12snap befürchten nun für die mobile Content-Nutzung ähnliches: Ein Gang durchs Einkaufscenter könnte sich für Handynutzer bei aktiviertem Bluetooth-Sensor in absehbarer Zeit zum unerfreulichen Spießrutenlaufen entwickeln. Schuld daran wären unsachgemäß aufgesetzte Bluetooth-Promotions am Point-of-Sale, die den Besucher schon aus großer Distanz zum Download mobiler Werbe-Inhalte auffordern, ohne seine grundsätzliche Zustimmung einzuholen. Sollen sich Handynutzer nicht durch inflationäre Bluetooth-Anfragen belästigt fühlen, sind die Beschränkung der Senderadien und ein ausdrückliches Opt-In dringend geboten. Denn: Erst die angemessene Dosierung der Bluetooth-Technik gibt Marketern die Chance, den Vorteil der für Sender und Empfänger kostenlosen Übertragung mobiler Inhalte voll auszuschöpfen.
Zwar begrüßt Alexander Klose von 12snap den stark wachsenden Trend zu innovativen mobilen Marketing-Kampagnen und Point-of-Sale-Promotions auf der Basis von Bluetooth, zugleich müsse er aber explizit auf die Risiken bei unsachgemäßer Planung hinweisen: Wer die einzigartigen Interaktionsmöglichkeiten von Bluetooth in der Kundenansprache nutzen wolle, sollte unbedingt Zustimmungsroutinen wie das Touch-In-Verfahren einsetzen. Mobile Werbebotschaften müssten einen deutlichen Mehrwert für den Konsumenten aufweisen und der Downloadpunkt sollte optisch eindeutig gekennzeichnet sein. Der Erfolg des Werbekanals Bluetooth hänge klar von der Disziplin der Werbetreibenden ab. Aufmerksamkeit um jeden Preis würde aber eine Ignoranz der Kunden verursachen, anstatt das Interesse voranzutreiben.
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