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News | August 2007
08.08.2007
Ein bekannter US-amerikanischer Blog beschwert sich über die dreiste Kloner-Mentalität deutscher Start-Ups - und hat wahrscheinlich Recht. Die Innovativen kommen in dieser Diskussion jedoch zu kurz.
Deutschland hängt langsam, aber sicher, der Ruf des Zentrums der Internet-Start-Up-Klone an. Das zumindest sieht ein Artikel des Business-Blog Techcrunch so. Demnach schießen die Klone hierzulande nur so aus dem Boden. Techcrunch führt als Beweis die Twitter-Klone Frazr und Dukudu an, aber auch den Facebook-Klon Studie.vz. Gregor Hochmuth von Techcrunch spricht in diesem Zusammenhang von Copy/Paste-Innovation. Neuester Streich ist der Klon des US-amerikanischen Start-Ups Geni, der in Deutschland unter dem Namen Verwandt.de läuft und seinem Vorbild stark ähnelt - mit demselben Layout und flashbasiertem Quick-Sign-Up-Anmeldeformular, wie der US-Site. Auch die Stammbaum-Navigation und die Profil-Seiten wurden übernommen.
Als Motivation sieht Techcrunch-Autor Nick Gonzales ein simples Vorhaben: Profit. So müsse man nur ein bewährtes US-Konzept finden, es klonen und könne dann davon profitieren. Die Rechnung gehe auf. Alando.de wurde von eBay gekauft und auch Studi.vz fand einen Käufer. Und Verwandt.de hat innerhalb von zwei Monaten über 1,5 Millionen Nutzer. Das US-Original kommt auf fünf Millionen. Trotzdem dürfe man nicht vergessen, dass es auch in Deutschland innovative Geschäftsideen gebe, so Gonzales weiter. Xing beispielsweise sei der lebende Beweis.
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