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News | Oktober 2007
02.11.2007
Was in den USA zum Standard gehört, soll auch in Deutschland etabliert werden: Live- und VIP-Shopping versprechen enormes Potenzial, vor allem für Unterhaltungselektronik.
Neue Verkaufskonzepte, die in anderen Ländern vor allem in der Vorweihnachtszeit regen Zuspruch finden, haben sich in Deutschland noch nicht zum Massenphänomen entwickelt. Besonders für Unterhaltungselektronik bedeuten diese Absatzkanäle jedoch ein enormes Potenzial, denn Websites dieser Branche erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Im Jahr 2006 wuchs die Zahl der Online-Nutzer dieser Branche, zwischen dem dritten und dem vierten Quartal, um acht Prozent und sank nach der Weihnachtszeit wieder. Dieses Jahr sind die Nutzerzahlen vom zweiten auf das dritte Quartal bereits um neun Prozent angestiegen. Dies sind die neuesten Ergebnisse einer Branchenuntersuchung durch die Marktforscher von Nielsen Online.
Ein Trend, der in den USA seinen Ursprung hat und die Verkäufe von Unterhaltungselektronik-Artikeln über das Internet deutlich beflügelt, ist das so genannte Live-Shopping. Hierbei wird bei den Anbietern immer ein Artikel pro Tag zum günstigen Festpreis angeboten, wobei das Angebot mengenmäßig begrenzt ist. Durch die Verknappung übt diese Form des Online-Handels eine besondere Anziehungskraft auf die Konsumenten aus und die Nutzungsintensität derartiger Seiten nimmt kontinuierlich zu. In Europa entwickeln sich ähnliche Konzepte der Verknappung, wie zum Beispiel das VIP-Shopping aus Frankreich. Bei dieser Form des Einkaufens wird nur Mitgliedern einer Shopping-Community mittels Passwort Zugang zu günstigen, zeitlich begrenzten Angeboten gewährt.
In Deutschland haben die oben vorgestellten Konzepte bisher noch kein vergleichbares Interesse erzeugt. Momentan sind es eher die etablierten Online-Händler, die ihre bestehenden Nutzerzahlen noch weiter ausbauen, so die Studie. Doch Oliver Sender von Nielsen Online ist sich sicher, Live-Shopping und VIP-Shopping würden auch in Deutschland an Bedeutung gewinnen. Die neue Art des Online-Verkaufs könne beispielsweise für den schnellen Abverkauf von Lagerbeständen genutzt werden oder um ein relativ neues Produkt über Early-Adopters auf den Markt zu bringen.
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