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News | März 2008
10.03.2008
Deutschlands verbraucherfreundliches Widerrufsrecht verärgert die Online-Händler. Sie wünschen sich die Übernahme der Rücksendekosten durch Kunden bei Widerruf.
Das Klima wird rauer zwischen eTailern und ihren Käufern: Online-Shop-Kunden nutzen zunehmend das in Deutschland besonders verbraucherfreundlich geregelte Widerrufsrecht aus. Zu dieser Bilanz aus Sicht der Shop-Betreiber kommt das Gütesiegel Trusted Shops. Dazu wurden 654 Händler befragt, wie ein Missbrauch des Widerrufsrechtes am besten eingedämmt werden kann. Nur jeder fünfzigste eTailer hatte kein Problem mit dem geltenden Recht. Die Mehrheit der Händler sprach sich für eine Übernahme der Rücksendekosten durch die Kunden aus. Diese Regelung sei fast überall in Europa Standard und werde bisher auch von Verbraucherschützern nicht kritisiert, so Trusted Shops. Zum Vergleich: In Deutschland kann jede Bestellung über 40 Euro kostenlos zurückgesendet werden.
Offenbar herrscht seitens der eTailer ein gewisses Misstrauen gegenüber den Kunden. Online-Händler beklagen, dass etwa Navigationssysteme oder Digitalkameras kostenlos ausgeliehen, während eines Urlaubs benutzt und anschließend auf Kosten des Händlers zurückgesandt würden. 72 Prozent der Umfrageteilnehmer waren der Meinung Der Kunde sollte immer die Kosten der Rücksendung tragen, um solche Phänomene einzudämmen. Zwölf Prozent befürworteten eine pauschale Nutzungsgebühr nach Rückgabe, acht Prozent wollen mehr Produkte ganz vom Widerrufsrecht ausschließen. Lediglich zwei Prozent sahen in der derzeitigen Widerrufsregelung kein Problem.
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