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News | April 2008
15.04.2008
Personalisierte Werbung durch Auswertung der Nutzerdaten ist unbeliebt. Klare Regelungen für die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer könnten die Akzeptanz vergrößern.
Knapp 60 Prozent der Internet-Nutzer fühlen sich angesichts der Auswertung ihrer Nutzerdaten zur Erstellung maßgeschneiderter, personalisierter Werbeangebote unbehaglich - 25 Prozent lehnen diese Maßnahme sogar entschieden ab. Jüngere Nutzer können sich tendenziell eher mit einer Auswertung ihrer Nutzerdaten zu Werbezwecken abfinden als ältere: So sei die Akzeptanz bei Nutzern in einem Alter von 18 bis 43 Jahren mit 47 Prozent deutlich höher als bei älteren, die 44- bis Über-63jährigen könnten sich nur zu 32 Prozent mit dieser Werbemethode arrangieren.
Um die Akzeptanz der ungeliebten Auswertung zu erhöhen, schlägt Harris Interactive in seiner Studie eine klare Festlegung auf bindende Sicherheits- und Privatsphärenregelungen vor. So soll der Website-Anbieter den Nutzern transparent darlegen, wie die Informationen genutzt werden und ihnen die Möglichkeit geben, bestimmte Bereiche ihrer Aktivitäten von der Datenerfassung auszuschließen. Ein überzeugendes Sicherheitskonzept und das Versprechen, Nutzerdaten nicht an Dritte weiterzugeben, könnten das Vertrauen ebenfalls vergrößern. In einer zweiten Befragung stiegen die Akzeptanzwerte merklich an, nachdem Sicherheits- und Privatsphärenregeln festgelegt worden waren. Mit so erhöhten Datenschutzregeln konnten 61 Prozent der 18- bis 43jährigen und 47 Prozent der 44- bis Über-63jährigen die Nutzerdatenauswertung akzeptieren.
Das Fehlen standardisierter Richtlinien und unabhängiger Überprüfungen dieser Regeln seien als Hauptgrund für die fehlende Akzeptanz zu nennen, so Dr. Alan Westin von Harris Interactive. Werbefinanzierte und damit kostenlose Mail- und Suchdienste könnten mit ihrem Angebot dieses Sicherheitsbedürfnis der Nutzer nicht voll ausgleichen.
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