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News | April 2008
16.04.2008
Nicht nur Jugendliche tummeln sich auf den sozialen Plattformen, die hohe Bindungsqualität haben. Dabei greifen die Web 2.0-Angebote auch in die Belange der Telcos ein.
85 Prozent der Deutschen, die häufig das Internet nutzen, sind auch registrierte Mitglieder einer Social-Community, oder anders ausgedrückt, eines Web 2.0-Portals. Dabei scheint genau dieser Gemeinschaftsgedanke und der Spaß an den Angeboten für eine hohe Bindungskraft zu sorgen. 70 Prozent der Befragten gaben an, zumindest in ihrem wichtigsten sozialen Netzwerk für immer bleiben zu wollen. Das ergab nun eine Studie der Berater von PricewaterhouseCoopers (PwC). Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen. Sobald die Plattformen nicht mehr kostenlos sind, werden die meisten User abgeschreckt. Einzige Ausnahmen bilden die Karriere-Plattform Xing und die 3D-Spielwiese Second Life.
Im Umkehrschluss heißt das: Die Geschäftsmodelle von Sozialen Netzwerken werden wohl meist auf Werbeeinnahmen ausgerichtet sein müssen. Die Hoffnungen der Mobilfunkunternehmen, dass soziale Netzwerke die Nachfrage nach mobilen Datendiensten erhöhen würden, erscheinen nach den Ergebnissen der PwC-Studie zu optimistisch. Bezogen auf die Gesamtheit der Nutzer ist das Interesse eher verhalten, vor allem wenn eine monatliche Preisschwelle von fünf Euro überschritten würde. Hinzu kommt, dass momentan die sozialen Plattformen die Geschäftsmodelle der Anbieter klassischer Telekommunikationsdienste kannibalisieren vor allem mit den Sprachfunktionen.
Ein weitere interessante Erkenntnis hat sich durch die Studie eingestellt. Denn der Altersdurchschnitt der Web 2.0-Nutzer liegt nicht, wie vermutet, bei 20 Jahren. Vielmehr greifen auch ältere User auf soziale Dienste zurück. So variiert das Durchschnittsalter in den untersuchten Communities zwischen 23 und 47 Jahren. Die Hälfte aller Nutzer suchen in Netzwerken den Kontakt zu Personen, mit denen sie ähnliche Interessen verbinden. Die Attraktivität der Netzwerke hängt zudem nicht allein von der Anzahl der registrierten Nutzer ab, sondern von deren Aktivität. 82 Prozent der befragten Nutzer bezeichneten sich als aktiv, 32 Prozent schreiben sich selbst sogar ein hohes Aktivitätsniveau zu.
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