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18.04.2008 - Schon ein Schokoriegel reicht oft als Köder für die Preisgabe sensibler Daten aus - Frauen sind diesbezüglich anfälliger als Männer. Undichte Stellen gibt es aber auch beim starken Geschlecht.

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Manche Passwörter sind käuflich

18.04.2008

Schon ein Schokoriegel reicht oft als Köder für die Preisgabe sensibler Daten aus - Frauen sind diesbezüglich anfälliger als Männer. Undichte Stellen gibt es aber auch beim starken Geschlecht.

Bei der jährlich von Infosecurity Europe durchgeführten Studie unter 576 Angestellten offenbarte sich auch in der diesjährigen Ausgabe, dass sensible Passwort- und Kontaktdaten keinesfalls vor kriminellen Schnüfflern sicher sind. Als Marktforscher getarnt legten die Sicherheitsexperten vor einer Londoner U-Bahn-Station ihre Köder aus: So waren 45 Prozent der weiblichen Befragten bereit, ihr Passwort gegen einen Schokoriegel einzutauschen - Männer erwiesen sich bei Süßem nur zu zehn Prozent als bestechlich. Im Vergleich zur Studie von 2007 sei die Zahl der anfälligen Angestellten aber deutlich gesunken - von 64 auf 21 Prozent.

Die leichtsinnige Weitergabe von Kontaktdaten ist geschlechtlich recht ausgeglichen, geht das Bestechungsangebot weit über einen bloßen Schokoriegel hinaus. Als die Initiatoren der Studie die Teilnahme an einem Gewinnspiel für ein Wochenende in Paris anboten, gaben 60 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen ihre Daten preis. Solcher Leichtsinn habe unter Umständen zur Folge, dass Kriminelle diese Kontaktdaten missbrauchen würden, so Claire Sellick von Infosecurity Europe. Immerhin 58 Prozent der Befragten wären bereit, einem vermeintlichen IT-Mitarbeiter ihres Unternehmens ihr Passwort anzuvertrauen. Als problematisch sei auch anzusehen, dass die Hälfte der Befragten nur ein Passwort für alle zugangsgeschützten Bereiche nutze und dieses Passwort auch nur selten bis nie ändere.

Auf die Frage, warum die Angestellten ihre sensiblen Daten so leichtsinnig weitergegeben hätten, kam mehrheitlich die Antwort, dass die vermeintlichen Marktforscher seriös und gutgekleidet ausgesehen hätten - sie wirkten schlicht unverdächtig. Kriminelle hätten dies laut Claire Sellick längst erkannt und würden gezielt Social-Engineering-Techniken nutzen, um ihre Ausbeute zu erhöhen.

 


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