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29.04.2008 - Welche Aufgaben Industrie und Staat in Zukunft angehen sollten, ergründet eine Expertenrunde. Forderungen beziehen sich auf Medienkompetenz, Qualitätssicherung und die Marktposition deutscher Anbieter.

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Zukunft des deutschen Internets

29.04.2008

Welche Aufgaben Industrie und Staat in Zukunft angehen sollten, ergründet eine Expertenrunde. Forderungen beziehen sich auf Medienkompetenz, Qualitätssicherung und die Marktposition deutscher Anbieter.

Direkt gekoppelt an die Erfolge kommerzieller Angebote im Internet ist auch die Medienkompetenz der Verbraucher - und genau dieses Kompetenzfeld sieht der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft in Gefahr. So diagnostizieren Verbandsvertreter im Rahmen der 21. Sylter Runde, dass aus Informationsnutzern in stärkerem Maße auch Wissensanbieter werden. Die damit einhergehenden Zukunftsfragen seien aus Verbandssicht noch weitgehend unzureichend beantwortet. Ein wichtiger Punkt im Zusammenhang mit Medienkompetenz ist die Ausbildungssituation, die die Runde als nicht ausreichend empfindet. Dringenden Handlungsbedarf sieht man auch im Zusammenhang mit der nutzerfreundlichen Aufbereitung der Inhalte im Netz. Ein Großteil der Informationen liege derzeit noch in unstrukturierten Texten vor, bemängelt Harald A. Summa, Geschäftsführer des eco.

Weitere Forderungen des eco sind die Stärkung qualitätssichernder Instanzen wie Verlage, die Schaffung einer internationalen Marke „Made in Germany“ für Informationsprodukte und die Einrichtung eines unabhängigen Forschungsinstitutes zur Entwicklung zukünftiger mobiler Anwendungen. Der Verband warnt außerdem vor einem schleichenden Konzentrationsprozess wie in den alten Industrien. Die derzeitige Ausbreitung so genannter „Premiumnetze“ in der 2.0-Welt sei kritisch zu betrachten, um die Aufspaltung des Internets in ein Web erster und zweiter Klasse zu verhindern. Die Sylter Runde besteht aus deutschen Wissenschaftlern und Experten aus der Industrie, die Chancen und Risiken des Wandels vom rein informativen Charakter des Internets hin zu einer weltweiten Aktions- und Kommunikationsplattform diskutieren. Resultat ist ein Zehn-Punkte-Plan, das so genannte "Sylter Memorandum", das konkrete Vorschläge und Forderungen an Politik und Wirtschaft bündelt, um auch in Zukunft eine sinnvolle Nutzung des Internets für alle sicher zu stellen und die Zweiklassengesellschaft im Netz zu verhindern.

 


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