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29.04.2008 - Immer mehr Nutzer machen in sozialen Netzwerken mit. Das hat Auswirkungen auf die Werbung und auch auf den Konsum anderer Medien.

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Vom Konsument zum Prosument

29.04.2008

Immer mehr Nutzer machen in sozialen Netzwerken mit. Das hat Auswirkungen auf die Werbung und auch auf den Konsum anderer Medien.

Das Internet baut seinen Vorsprung als Recherche-Medium für Kaufentscheidungen gegenüber anderen etablierteren Medien aus. Etwa zwei Drittel der Deutschen nutzt das Netz für die Suche nach geeigneten Produkten. Das ergab eine Studie der Unternehmensberatung IBM Global Business Services und des Zentrums für Evaluation & Methoden (ZEM) der Universität Bonn. Insgesamt kann man konstatieren, dass sich das Internet nachhaltig auf den Medienkonsum auswirkt. Momentan führt noch das Fernsehen als meist genutztes Medium die Liste mit 33 Prozent an, gefolgt vom Internet mit 25 Prozent, den Zeitungen mit 21 Prozent und den Zeitschriften mit 14 Prozent - Schlusslicht ist das Radio mit nur drei Prozent.

Die interaktiven Möglichkeiten des Netzes verändern auch stark die Rolle der Konsumenten und die werbliche Ansprache. Mit der zunehmenden Verdrängung des Fernsehens und den sich weiter ausbauenden Möglichkeiten eines Web 2.0, müsse die Werbeindustrie umdenken, erklärt Philipp Scherf von IBM. Medienunternehmen müssten sich deshalb den Prosumenten öffnen und stärker medienübergreifend sowie dienstleistungsorientiert agieren, anstatt nur Werbeverkäufer zu sein. Eine fokussierte Ansprache der Verbraucher werde notwendig, was sich in einer erhöhten Bedeutung von Nischenangeboten widerspiegele. Der Prosument stelle eine neue Herausforderung für Unternehmen dar, die in eine Zwei-Wege-Kommunikation mündet. Als Prosumenten bezeichnet die Studie Konsumenten, die sich verstärkt im Internet zu Wort melden und Web 2.0-Angebote wahrnehmen. Etwa 40 Prozent der Unter-30jährigen Deutschen sind das momentan. Bei der älteren Internet-Generation ist es etwa ein Viertel der Befragten.

 


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