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News | Mai 2008
06.05.2008
Ohne ein Engagement im Web 2.0 gehen Millionen potentielle Kunden verloren. Für den Einstieg in die Welt der sozialen Netzwerke wurden zehn interessante Thesen veröffentlicht.
Die Mitgliedszahlen einiger Social-Networks überflügeln mittlerweile die Bevölkerungszahlen mancher Industriestaaten. Sicherlich auch aus diesem Grund hat Gartner nun einige Ratschläge zum sinnvollen und profitablen Umgang mit Web 2.0 durch Händler veröffentlicht. Das Aufkommen von Shopping- und Karriere-basierten sozialen Netzwerken bringt dabei zusätzliche Anreize für die Geschäftswelt, besonders da sich so die demographische Basis für Handel und Werbung verbreitert. Insgesamt geben sich die Autoren durchweg optimistisch für die Zukunft des Handels im Web 2.0.
Leicht zu erstellende Anzeigen mit einem hohen Verbreitungsgrad und niedrigen Kosten sind hoch attraktiv. Doch virales Marketing, Mundpropaganda und der mündige Konsument, der seine Kritik in Foren mit anderen Konsumenten austauscht, birgt nicht nur Vorteile, sondern auch Risiken. Wird ein Produkt schlecht beurteilt, spricht sich dies eben auch sehr schnell herum, so die Autoren. Auch die Auswahl des Netzwerks ist von Bedeutung. Die Konzentration auf die kleineren, aber zahlreichen MySpace- oder StudiVZ-Klone ist vielleicht wenig ratsam, da diese sich auf Dauer gegen die Großen nur schwer durchsetzen könnten.
Problematisch ist außerdem die Erfassung von Kundendaten. Diese wird aufgrund der zahlreichen und heftigen Diskussionen um Datenschutzbestimmungen potentiellen Web 2.0-Händlern sehr schwer gemacht. Auch sind die großen soziale Netzwerke nicht auf Online-Handel eingerichtet - noch nicht, wie die Analysten von Gartner betonen. Die entstehende Ausweitung von Web 2.0 in den mobilen Bereich ermöglicht dafür als Ausgleich aber beispielsweise lokale Suchangebote und damit eine viel direktere Ansprache des Kunden. Dieser könne so direkt zum Geschäft des Einzelhändlers geführt werden. Die Möglichkeiten von Handel und Werbung im Web 2.0 sind also noch längst nicht ausgeschöpft.
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