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News | Mai 2008
14.05.2008
In Deutschland steht man bei der Entwicklung von IPTV noch sehr am Anfang. Das liegt an fehlender Attraktivität durch hohe Preise, Infrastrukturschwächen und fehlende programmliche Differenzierung der Angebote.
Es sieht ganz so aus als ob Deutschland in Sachen IPTV eine Menge nachzuholen hat und die westeuropäischen Nachbarn in ihrer Entwicklung fortgeschrittener sind. Einer Studie der Berater Deloitte zufolge, bieten die heimischen IPTV-Anbieter weder eine programmliche Alternative zu Terrestrik, Kabel und Satellit, noch sind die Preise attraktiv oder die Infrastruktur optimal ausgebaut. IPTV gilt als Zukunft des Fernsehens, doch erst 0,4 Prozent aller Fernseh- und ein Prozent der Breitband-Haushalte in Deutschland empfangen die Programme der drei Anbieter. Das ist der Status Quo hierzulande. In anderen europäischen Ländern, in den USA und Hongkong sieht die Lage schon ganz anders aus.
So ist die Infrastruktur in Hongkong nahezu perfekt. Es werden 66 Prozent der Einwohner über ein Hochgeschwindigkeitsglasfasernetz (1000 Mb/s) erreicht, binnen Jahresfrist soll die Zahl auf 90 Prozent steigen. In Hongkong steht den Nutzern zudem ein individuell gestaltbares Angebot mit teilweise exklusiven Inhalten zur Verfügung. Auch in Frankreich, wo Kabel- und Satellitenfernsehen kaum verbreitet sind, ist IPTV mit umfangreichen Inhalten eine attraktive Alternative zur Terrestrik. In den USA gelingt es Betreibern gut durch Video-On-Demand oder Bild-in-Bild-Funktion (gleichzeitiges Fernsehen und Surfen) die fehlende inhaltliche Differenzierung wirksam zu kompensieren. In Italien werden vor allem Spiele vom Publikum gut angenommen, in Spanien wiederum begeistern Services wie Banking, Instant Messaging oder Music-On-Demand.
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