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29.05.2008 - Nutzer wünschen sich mehr Kontrolle und eine höhere Individualisierbarkeit ihres mobilen Internet-Angebotes. In Entwicklungs- und Schwellenländern befinden sich die mobilen Märkte der Zukunft.

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Mehr Nutzerkontrolle für mobile Internet-Inhalte

29.05.2008

Nutzer wünschen sich mehr Kontrolle und eine höhere Individualisierbarkeit ihres mobilen Internet-Angebotes. In Entwicklungs- und Schwellenländern befinden sich die mobilen Märkte der Zukunft.

Der Markt für mobiles Internet wird bis 2011 auf 80 Mrd. US-Dollar anwachsen und die Nutzerzahl wird weltweit eine Milliarde überschritten haben. Dies prognostiziert eine Studie von IBM über Entwicklungspotentiale und Tendenzen des mobilen Internet-Marktes. Bei zukünftigen Entwicklungen müssen Nutzerbedürfnisse im Vordergrund stehen. So wünschten sich 69 Prozent der Befragten eine größere Individualisierbarkeit des Angebots und die Ermöglichung von mehr Inhaltskontrolle.

Mobiles Internet soll sich vor allem im Alltag nützlich machen. 60 Prozent der Befragten wünschen sich daher Anwendungen für Banking, eMails, Instant-Messaging und für die Suche. Mobiles Entertainment rangiert knapp dahinter. 53 Prozent der Nutzer wünschen sich IPTV, 45 Prozent wollen Musik mobil kaufen können. All dies muss für den Kunden möglichst einfach gemacht werden. Ein großes Problem bei der Bereitstellung von Inhalten ist vor allem die Vielzahl an Betriebssystemen und unterschiedlichen Endgeräten. Daher sollten künftig nicht mehr die Anforderungen des Geräts, sondern die Anforderungen des anzubietenden Dienstes im Mittelpunkt der Soft- und Hardware-Entwicklung stehen, so Dr. Songyoul Lee von IBM.

Mobiles Internet wird sich laut der Studie weltweit unterschiedlich entwickeln. In den USA und Europa sowie in Teilen Asiens sind PC-basierte Internet-Angebote nach wie vor führend und werden dies wohl auch bleiben. Mobile Angebote werden hier eher als sinnvolle Ergänzung für Unterwegs angesehen. In Schwellen- und Entwicklungsländern hingegen könnte das mobile Internet sogar alleiniges Online-Kommunikationsmedium werden und den PC gewissermaßen umgehen. Hier ist das Entwicklungspotential enorm, jedoch technisch anspruchsvoll. Für Länder mit hoher Analphabetenrate müssten beispielsweise Sprachsteuerungen entwickelt werden. Die wichtigsten Kriterien für die mobilen Märkte der Zukunft seien aber vor allem ein günstiger Zugang mit einem günstigen Endgerät.

 


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