ECIN Home | Aktuell |
News | Juni 2008
26.06.2008
In den USA liegt Facebook bei den Nutzerzahlen knapp hinter MySpace, weltweit liegt das jüngere Portal allerdings vorn. Wachstumsmotor ist vor allem Westeuropa.
Was in den USA noch nicht gelang, hat Facebook nun international geschafft. MySpace ist auf dem Weltmarkt überholt worden, möglich wurde dies durch die internationale Ausweitung des sozialen Netzwerks. Mit über 20 landessprachlichen Lokalseiten, zunächst in Französisch, Deutsch und Spanisch, hat sich Facebook nach und nach in Europa durchsetzen können. Nun ist, für die Eroberung des asiatischen Marktes, zusätzlich eine chinesische Version geplant.
Westeuropa, insbesondere Großbritannien, hat bei dieser Entwicklung die Rolle eines Wachstumsmotors gespielt und wird dies wohl auch in Zukunft tun. 60,5 Prozent der Briten sind nach Zahlen von eMarketer online, davon sind wiederum 30 Prozent, also fast elf Millionen Nutzer, in sozialen Netzwerken einmal im Monat aktiv. Für die Zukunft gehen die Analysten weiterhin von guten Wachstumsraten aus. Bis 2012 soll sich die Zahl der britischen Internet-Nutzer noch um sechs Millionen auf 42,8 Millionen, also auf 69,5 Prozent der britischen Gesamtbevölkerung, erhöhen.
Das gute Wachstum sei auch ein Indikator für ein hohes Interesse der Nutzer an sozialen Netzwerken, so Debra Aho Williamson von eMarketer. Für das Werbevolumen in sozialen Netzwerken, bezogen auf ganz Westeuropa, prognostizieren die Analysten einen Anstieg um etwa 800 Millionen US-Dollar von 170 Millionen US-Dollar in 2008 auf 970 Millionen US-Dollar in 2012. Der Anteil Großbritanniens am westeuropäischen Werbevolumen nehme in diesem Zeitraum aber voraussichtlich sukzessive ab; die anderen Länder Westeuropas werden wohl dem britischen Vorbild folgen und ihre Marktanteile ausbauen.
Zum gleichen Thema:
23.06.2008 - Web 2.0 von Banken weitgehend ignoriert
12.06.2008 - Nach Web 2.0 kommt Enterprise 2.0
11.06.2008 - Die eierlegende Web 2.0-Wollmilchsau
10.06.2008 - Mobiles Web 2.0 in Europa
02.06.2008 - eCommerce: Web 2.0-Technologie wird kaum genutzt
Mehr Infos zum Thema 'Web 2.0'