Job-Suchende sollten genau darauf achten, welcher Eindruck in Communities von ihnen entsteht. Personalchefs nutzen soziale Netzwerke gerne zur Kandidaten-Recherche.
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Nutzer auf Job-Suche sollten sich zweimal überlegen, ob sie in Communities private Fotos veröffentlichen oder Party-Geschichten austauschen. Eine Untersuchung von CareerBuilder.com hat herausgefunden, dass 22 Prozent der Personal- und Einstellungsverantwortlichen sich in sozialen Netzwerken über Kandidaten kundig machen, doppelt so viele wie noch im Jahr 2006. Weitere neun Prozent gaben an, in Zukunft die Profil-Seiten potenzieller Mitarbeiter unter die Lupe nehmen zu wollen. Damit entwickelt sich die Außendarstellung innerhalb von Web-Gemeinschaften zusehends zu einem ernsthaften Beurteilungskriterium von Kandidaten. In vielen Fällen ein K.O.-Kriterium: ein Drittel der befragten Personalchefs gab an, sich bereits aufgrund von Online-Inhalten gegen Bewerber entschieden zu haben.
Dabei werteten die Einstellungsverantwortlichen Informationen über Alkohol- oder Drogenkonsum des Kandidaten mit 41 Prozent, sowie provokative und unangemessene Fotos mit 40 Prozent als größte Einwände gegen eine Einstellung. Über ein Viertel zeigte sich zudem abgeschreckt von mangelnder Kommunikationsfähigkeit. Abfälligen Äußerungen über vorherige Arbeitgeber und falschen Angaben über Qualifikationen. Weitere Negativ-Faktoren sind diskriminierendes Verhalten, unangebrachte Spitznamen und die Preisgabe von Betriebsgeheimnissen.
Auf der anderen Seite kann ein ansprechendes Auftreten im Web 2.0 Bewerbern auch Wettbewerbsvorteile verschaffen. Immerhin 24 Prozent der Personalchefs stießen bei ihrer Recherche bisher auf Informationen, die sie positiv in der Einstellungsentscheidung beeinflussten. Dabei war mit 48 Prozent vor allem ein den Qualifikationen entsprechender Hintergrund des Kandidaten ausschlaggebend. Gute Kommunikationsfähigkeit mit 43 Prozent und ein zur Unternehmenskultur passendes Auftreten mit 40 Prozent kamen ebenfalls gut an. Einstellungsverantwortliche nutzten das Internet als zusätzliche Informationsquelle von Fähigkeiten und Leistungen der Bewerber. Die Kandidaten scheinen sich dessen durchaus bewusst zu sein. Viele Nutzer begännen bereits damit, ein bewusst arbeitgeberfreundliches Auftreten an den Tag zu legen, bereits 16 Prozent hätten ihre Profil-Seiten dementsprechend angepasst, sagt Rosemary Haefner von CareerBuilder.com.
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