Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich das Internetfernsehen mittlerweile deutlich entwickelt, Konsumenten nehmen IPTV immer besser an. Um jedoch finanzielle Erfolge feiern zu können, müssen Anbieter Vorsicht walten lassen.
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Das Internetfernsehen (Internet Protocol Television - IPTV) wird bei Konsumenten immer beliebter, die Abonnentenzahlen sind stetig steigend. Ende des Jahres 2007 waren es bereits zehn Millionen Menschen weltweit, nach Expertenschätzungen soll sich diese Zahl innerhalb der nächsten Jahre weiter drastisch erhöhen. 2010 soll es bereits rund 60 Millionen IPTV-Nutzer geben; das entspräche einem Zuwachs von 500 Prozent. Dennoch dürfen Anbieter nicht im Handumdrehen finanziellen Erfolg erwarten. Um durch IPTV nachhaltige Profitabilität zu erreichen, ist eine langfristige Neuausrichtung der Strategien und Prozesse durch die Betreiber vonnöten. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Analyse von Roland Berger Strategy Consultants.
Wer mit IPTV erfolgreich sein möchte, muss laut Studie jetzt handeln. Die vorhandenen Geschäftsmodelle, Plattformen und infrastrukturellen Möglichkeiten bieten Telekommunikationsanbietern die nötige Vielfalt, um im Medienmarkt Fuß zu fassen. Speziell in Sachen IPTV besteht die große Herausforderung jedoch darin, mittel- bis langfristig ein eigenständiges, erfolgreiches Produkt zu schaffen. Internetfernsehen sei nicht für jeden Betreiber geeignet, nur mit der nötigen Medienkompetenz ausgestattete Unternehmen, die vom ersten Tag an die entscheidenden Profittreiber bei Vertragsmodellen, Content-Portfolio, Endgeräten, IPTV-Zwischenanwendungen und Infrastruktur beachten, könnten Erfolg haben, so Alexander Mogg von Roland Berger. Die IPTV-Experten haben ein Modell entwickelt, das durch Ermittlung der maßgeblichen Kosten- und Profitabilitätsfaktoren ein repräsentatives IPTV-Produkt finanziell in vollem Umfang abbilden soll.
Zwar gibt es keine Standardlösungen, um eine maximale Rentabilität zu erreichen, durch Konzentration auf die Haupt-Wertetreiber lässt sich aber die Wirtschaftlichkeit vieler Lösungen erheblich verbessern. Das Ziel ist demzufolge die Schaffung eines einheitlichen, wirtschaftlich erfolgreichen IPTV-Produkts. Dazu muss das Preismodell als primärer Werttreiber ständig aktiv verfolgt werden. Durch ausgefeilte Kundensegmentierung, einfache Bestellprozesse und intelligente Inhaltsauswahl kann eine deutliche Wertsteigerung erzielt werden. Bei den Kosten für Inhalte sind sorgfältige Verhandlungen mit den entsprechenden Medienunternehmen geboten, besonders bei Premium-Inhalten wie HD- oder On-Demand-Programmen. Endgeräte sollten preislich so ausgelegt sein, dass sie eine IPTV-Verbreitung fördern. Eine vernünftige Dimensionierung der Infrastruktur vermeidet Überinvestitionen. Darüber hinaus sollten sich Betreiber durch Bildung strategischer Partnerschaften oder Einstellen von Experten Medien- und TV-Markt spezifisches Wissen aneignen.
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