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02.10.2008 - Eine Studie untersucht, was Männer im Web beschäftigt. Vier verschiedene Nutzer-Typen kristallisieren sich heraus.

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Online-Verhalten von Männern analysiert

02.10.2008

Eine Studie untersucht, was Männer im Web beschäftigt. Vier verschiedene Nutzer-Typen kristallisieren sich heraus.

Im Zuge einer gemeinsam durchgeführten Studie haben die Marktforscher von comScore und die Werbeagentur Leo Burnett das Nutzungsverhalten von Männern im Web analysiert. Der Untersuchung zufolge lassen sich diese im virtuellen Leben in vier verschiedene Typen unterteilen, die sich jeweils in Denk- und Handlungsweise unterscheiden. Männer haben seit jeher eine große Kaufkraft inne, gäben aber mittlerweile Geld für andere Dinge als zuvor aus, sagt Rose Cameron von Leo Burnett. Im Grunde genommen hingen männliche Kaufentscheidungen heute stark davon ab, wie groß der weibliche Einfluss in ihrem Leben sei. Daher müsse man sich nun besonders im Web Zeit nehmen, um die gängige Vorstellung von Männlichkeit zu überdenken, so Cameron weiter.

Vier verschiedene Segmente kristallisierten sich bei der Untersuchung heraus. Der traditionell maskuline Mann verhält sich eher pragmatisch. Er geht mit einem bestimmten Anliegen online, führt dieses durch und loggt sich wieder aus. Webspezifische Anwendungen sind für ihn eher uninteressant, er nutzt online wie offline gleiche Angebote wie TV und Radio. Der moderne männliche User dagegen fokussiert sich voll auf soziale Medien und die Pflege seines Beziehungs-Netzwerks. Auch digitalen Entertainment-Angeboten steht er aufgeschlossen gegenüber. Beide Gruppen wurden geprägt von der zunehmenden weiblichen Einflussnahme und definieren sich dadurch, dass sie die neue männliche Rolle in der Gesellschaft ausfüllen oder aber ablehnen. Doch obwohl sich Medien nahezu ausschließlich auf diese beiden Rollen fixieren, gibt es noch zwei weitere Typen.

Diese Gruppen definieren sich nicht über ihr Verhältnis zu Frauen und weiblichen Vorstellungen, sondern eher über Respekt und Bewunderung, die sie durch andere Männer erfahren. So gibt der Machtsuchende einen Großteil seines Geldes online für Statussymbole wie Luxusgüter, Kleidung oder Reisen aus. Der Beschützer legt größten Wert auf Ideale wie Familie und Glauben und favorisiert Web-Angebote, die ihm in diesen Bereichen nutzen. Nach Neuem sucht er nicht. Betrachte man die Web-Gesamtnutzung interessierten sich alle Männer für Dinge wie Autos, Technik oder Gesundheit, bei näherer Betrachtung offenbarten sich jedoch große Unterschiede in Interesse und Verhalten. Marketer müssten dies unbedingt beachten, um in der Lage zu sein, erfolgreiche und relevante Werbeangebote zu schaffen, fasst James Lamberti von comScore zusammen. Eine universelle „Zielgruppe Mann“ ließe sich in kaum einem Bereich ansprechen.

 


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