Eine globale Sicherheits-Studie untersucht den Umgang mit sensiblen Unternehmensdaten. Das Mitarbeiterverhalten lässt in vielen Fällen zu Wünschen übrig.
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Im Auftrag von Cisco hat das Marktforschungsinstitut InsightExpress mehr als 2000 IT-Experten in zehn Ländern zum Thema Datenverlust befragt. Ziel dabei war es, Sicherheitslecks zu untersuchen, die sich für Unternehmen durch den Wandel von Geschäftsmodellen und Arbeitsumgebungen ergeben. Durch multifunktionelle Endgeräte und Web 2.0-Anwendungen verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben, wodurch sich neue Risiken ergeben. Auch deutsche Unternehmen waren Gegenstand der Studie. Unternehmen müssten verstehen, wie das menschliche Verhalten die Risiken und den daraus resultierenden Datenverlust beeinflusse, sagt John N. Stewart, Chief Security Officer bei Cisco.
Der Studie zufolge lauten die wichtigsten Datenverlust-Risiken wie folgt: Jeder fünfte Mitarbeiter ändert die PC-Sicherheitseintellungen, um unerlaubte Web-Seiten zu besuchen und hebelt somit den Schutz aus. Außerdem benutzen große Teile der Belegschaft verbotene Web 2.0-Anwendungen und bieten somit Zugriff auf Informationen, zwei Drittel nutzen Arbeits-PCs zur privaten Kommunikation. Der nicht authorisierte Zugriff auf Netwerke bereitet 14 Prozent der IT-Administratoren monatlich Schwierigkeiten. Die Weitergabe von vertraulichen Unternehmensinformationen an Dritte ist bei jedem vierten Unternehmen ein Problem. Leichtsinnig wird zudem mit unternehmenseigener IT umgegangen, 44 Prozent teilen Arbeitsgeräte unbeaufsichtigt mit Außenstehenden oder geben sie weiter, jeder Dritte verzichtet beim Verlassen des Arbeitsplatzes aufs Ausloggen oder Sperren.
Dazu kommt, dass jeder Fünfte Logins und Passwörter auf dem Computer speichert oder gar als Zettel auf dem Schreibtisch liegen lässt. 22 Prozent des Personals nimmt Unternehmensdaten auf tragbaren Speichergeräten aus dem Büro mit, was das Verlust- Diebstahlrisiko deutlich erhöht. Außerdem erlaubt etwa jeder fünfte Mitarbeiter Fremden, sich unbeaufsichtigt in Büroräumen aufzuhalten. Unternehmen sollten sich dieses Wissen nun zunutze machen und durch lokale Schulungen und Aufklärungsprogramme sowie Vertiefung der Mitarbeiterbindung und Optimierung des Risikomanagements ihre Sicherheitsmaßnahmen effektiver gestalten, so Stewart weiter.
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