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News - Archiv November 2008

10.11.2008 - Mittels einer Eyetracking-Studie wurde das Seh- und Wahrnehmungsverhalten ausgewählter Nutzer bei Online-Suchvorgängen analysiert. Es ist offenbar entscheidend, wo die Anzeige steht.

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Wohin schaut der Nutzer zuerst?

10.11.2008

Mittels einer Eyetracking-Studie wurde das Seh- und Wahrnehmungsverhalten ausgewählter Nutzer bei Online-Suchvorgängen analysiert. Es ist offenbar entscheidend, wo die Anzeige steht.

Eyetracking-Studien, also kontaktlose Blickrichtungs-Analysen, werden heute in vielen Bereichen durchgeführt. Was genau ein Mensch zuerst aktiv wahrnimmt und was ihm ins Auge springt, kann sowohl sicherheits- als auch werberelevant sein. Der Arbeitskreis Suchmaschinen-Marketing des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat eine Eyetracking-Studie im Bereich Suchmaschinen-Marketing durchgeführt.

Anhand des Beispiels Google wurden 80 ausgewählten Probanden Suchergebnisseiten vorgeführt. Interessant war dabei für die Analysten, ob Veränderungen der Suchergebnisseite durch Einbindungen von Zusatzdiensten in die regulären Suchergebnisse wahrgenommen werden. Ebenso wichtig war die Frage, ob sich die Wahrnehmung von regulären und bezahlten Suchergebnissen signifikant unterscheidet. Die Ergebnisse waren hier eindeutig: Die größte Aufmerksamkeit konzentriert sich nach wie vor auf den oberen Bereich der Seite und bezahlte Anzeigen haben eine hohe Relevanz für die Kaufentscheidung.

Im Rahmen des Tests wurden vier verschiedene Szenarien inszeniert, bei denen allgemeine und gezielte Suchanfragen sowie ein Produktkauf eingebunden wurden. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich die Aufmerksamkeit auf die obere, linke Ecke der Suchergebnisseite konzentriert und eine F-förmige Verteilung aufweist. Die Betrachtungsdauer der Seite und auch die Bereitschaft zum Klick nehmen von oben nach unten ab. Nutzer orientieren sich zunächst durchgehend an den ersten drei Ergebnissen, alle anderen Elemente werden erst später betrachtet. Die Übereinstimmung mit dem eingegebenen Suchbegriff ist dabei ebenso wie der Titel des Suchresultates ausschlaggebendes Kriterium für einen Klick. Insgesamt fallen fast die Hälfte der Klicks auf die ersten organischen Suchergebnisse, vier von zehn Klicks auf die Sponsored-Ads im oberen linken Bereich an.

 


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