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Rezession fördert Internet-Kriminalität

12.12.2008 - In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs ist Online-Sicherheit kein großes Thema. Dabei versuchen gerade dann Internet-Verbrecher von den finanziellen Nöten der Verbraucher zu profitieren.

In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs ist Online-Sicherheit kein großes Thema. Dabei versuchen gerade dann Internet-Verbrecher von den finanziellen Nöten der Verbraucher zu profitieren.

hat die neueste Ausgabe seines "Virtual Criminology Report" vorgestellt. Dessen Ergebnissen zufolge sind Cyber-Kriminelle bemüht, sich die Rezession zunutze zu machen, um aus Verbraucherängsten Profit zu schlagen. Da das politische Geschehen ganz im Zeichen der Wirtschaftskrise stehe, würde gleichzeitig der Kampf gegen Internet-Verbrechen vernachlässigt, warnt der Sicherheitsspezialist. Personell wie finanziell müssten die Ressourcen deutlich aufgestockt und die internationale Zusammenarbeit intensiviert werden. Ansonsten seien negative Auswirkungen auf das Konsumklima die Folge, was eine weitere Verzögerung der wirtschaftlichen Erholung nach sich ziehe.

Laut McAfee treibt angesichts der Krise die Aussicht auf schnellen Gewinn die Menschen zur Anmeldung bei Websites, die nur dazu dienen, Schadprogramme auf ihre Festplatten zu schleusen. So schreiben Kriminelle beispielsweise online Führungspositionen zur Abwicklung internationaler Geldgeschäfte aus, tatsächlich sollen die Arbeitssuchenden jedoch als Geldwäscher dienen. Weiterhin bemängeln die Experten, dass Ermittler oft nicht über die nötigen Fertigkeiten zur effektiven Bekämpfung von Cyber-Kriminalität verfügen. Kritik rufen in diesem Zusammenhang zudem mangelnde Weiterbildung, niedrige Bezahlung und das Fehlen einer speziellen Berufsausbildung in diesem Bereich hervor.

Die Herkunft der Angriffe liegt der Studie zufolge häufig in China und Russland. Dabei sollen Internet-Verbrecher ihren Datenverkehr oft zur Tarnung über andere Länder wie beispielsweise Brasilien umleiten, um somit ihren tatsächlichen Standort zu verschleiern. Darüber hinaus bemängelt McAfee mangelnde internationale Vernetzung: Behörden betroffener Staaten würden nur unzureichend zusammenarbeiten und regionale Probleme häufig über globale Probleme stellen. Zudem sei oft unklar, welche lokale Gerichtsbarkeit für einen bestimmten Fall zuständig ist. Die öffentliche Hand müsse Mittel zur Bekämpfung des Online-Verbrechens aufbringen, Behörden harmonisiert und Polizeidienststellen länderübergreifend koordiniert werden, fasst Präsident und CEO Dave DeWalt seinen Lösungsansatz zusammen.

 


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