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05.01.2009 - Viele Unternehmen sind bei der Umsetzung von Web 2.0-Technologien zögerlich. Zwei Fraunhofer-Institute und eine Web-Entwicklungs-Agentur möchten nun wissenschaftlich fundierte Impulse geben.

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Mehr Web 2.0 in Unternehmen mit „ICKE“

05.01.2009

Viele Unternehmen sind bei der Umsetzung von Web 2.0-Technologien zögerlich. Zwei Fraunhofer-Institute und eine Web-Entwicklungs-Agentur möchten nun wissenschaftlich fundierte Impulse geben.

Web 2.0 Anwendungen bieten große Potentiale für Unternehmen. Viele, besonders kleine- und mittlere Unternehmen, scheuen jedoch den Einsatz der neuen Technologien; oft aufgrund einer fehlenden Kosten-Nutzen-Perspektive. Mit "ICKE 2.0" (Integrated Collaboration and Knowledge Environment) soll nun Vertrauen geweckt werden: In dem gemeinsamen Projekt entwickeln Spezialisten vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF sowie der Agentur CosmoCode neue Web 2.0 Kommunikationsportale, die an Unternehmensbedürfnisse angepasst sein sollen.

Der Schlüssel für den Erfolg von Web 2.0 in Unternehmen heiße Integration, so Dr. Fuchs-Kittowski vom Fraunhofer ISST. Aus vielen isolierten Anwendungen sollen daher Gesamtsysteme erstellt und in bestehende Unternehmens-Infrastrukturen integriert werden. So müssen beispielsweise unterschiedliche Web 2.0-Anwendungen wie Wikis und Blogs miteinander abgestimmt und in einem gemeinsamen System zusammengeführt werden. Deren Funktionen würden sich dann zu einem „Bliki“ ergänzen. Diese Anwendungen könnten dann in bestehende ERP- und Content Management-Systeme integriert werden, um bestehende Geschäftsprozesse zu unterstützen.

Speziell für KMU wollen die Experten systematische Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Web 2.0-Einführungsstrategien erstellen. Für viele Unternehmen sei es schwierig, die erforderlichen organisatorischen Voraussetzungen für Web 2.0 Anwendungen zu schaffen, weiss Stefan Voigt vom Fraunhofer IFF. Während große Unternehmen Geld und Infrastruktur für größere Web 2.0-Experimente hätten, stünden kleine und mittlerer Unternehmen hier vor großen Problemen. Ziel von „ICKE 2.0“ sei es daher vor allem, dass KMU auch außerhalb der Informationswirtschaft der Einstieg ins Web 2.0-Zeitalter gelingt – hier seien die Einstiegsbarrieren oft am größten.

 


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