Unerwünschte eMails sind wohl so alt wie das Internet selbst. Ein Statusbericht beleuchtet Details.
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Niemand anders als Microsoft, hat in seinem halbjährlichen Bericht über die Sicherheit im Internet das Thema Spam aufs Korn genommen. Darin heißt es, dass in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres, sage und schreibe 97,3 Prozent allen eMail-Versands im Web, zu dieser unbeliebten Kategorie gehörte, wobei auch Phishing und Virus-Attacken einbezogen wurden. Das mutet auf den ersten Blick nahezu unglaublich viel an, jedoch stellt diese Zahl bereits einen leichten Rückgang dar. In der ersten Hälfte des Jahres 2008 lag der Spam-Anteil aller weltweit verschickten elektronischen Post noch bei 98,4 Prozent.
Doch es gibt auch gute Nachrichten. Spam-Filter werden nämlich zunehmend besser. Das hauseigene Spam-Schutzsystem von Microsoft erkennt, nach eigenen Angaben, mittlerweile 39 von 40 Spams als solche und entsorgt sie auf direktem Wege in einen Trash-Ordner. Sicherlich eine gute, wenn auch nicht weltbewegende Leistung, betrachtet man sich verschiedene Webmailing-Dienste, bei denen man unerwünschte Post sogar manuell brandmarken und somit ins Nirwana des Ignorierens schicken kann. Als eine Ursache für den leichten Rückgang der unerwünschten Nachrichten wird die Schließung des Massiv-Spammers McColo gesehen, der – offiziell als Netzdienstleister deklamiert – bis Ende 2008 sein Unwesen trieb.
Auch die Frage, was uns überhaupt tagtäglich für Themen durch Spams angetragen werden, versucht Microsoft zu beantworten. Bestimmte Inhalte dürften den Anwendern dabei besonders häufig als Beispiel einfallen und das Klischee ist offenbar nicht völlig aus der Luft gegriffen. Tatsächlich sind nämlich 72,3 Prozent aller Spam-Mails Werbung für Medikamente. Zehn Prozent davon preisen Arzneien mit sexueller Orientierung an, was einem starken Rückgang in diesem Segment entspricht. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass Viagra & Co. heutzutage leichter beschaffbar sind und Tabus durchbrochen wurden. Emails die als reine Bilder daher kommen oder finanzielle Aspekte des Surfers ansprechen, sind nach wie vor stark vertreten. Auf 1000 „gesunde“ Rechner kommen 8,6 durch Malware geschädigte Computer, ermittelte Microsoft. Das sind weltweit insgesamt Neun Millionen verseuchte Pcs, die größtenteils via Office- oder PDF-Dateien angegriffen wurden.
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