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18.06.2009 - In der richtigen Konstellation von Online-Marketing-Maßnahmen darf mittlerweile das Segment der Werbe-eMails nicht mehr fehlen. Doch offenbar verläuft ein Großteil der Bemühungen im Sande.

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Für die Katz: Wenn eMail-Marketing im Spam-Ordner endet

18.06.2009

In der richtigen Konstellation von Online-Marketing-Maßnahmen darf mittlerweile das Segment der Werbe-eMails nicht mehr fehlen. Doch offenbar verläuft ein Großteil der Bemühungen im Sande.

Die Firmen Goodmail Systems und Pivotal Veracity haben in einem Report für das erste Quartal dieses Jahres deutliche Ergebnisse bezüglich des Erfolgs von eMail-Marketing präsentiert. In diesem wird behauptet, dass nicht weniger als 20 Prozent aller verschickten Werbe-eMails unbeachtet in Spam-Ordnern landen oder gleich ganz abgewiesen werden. Peter Horan, der Geschäftsführer von Goodmail äußerte sich zu den drastisch wirkenden Erkenntnissen. Die Kundenerreichbarkeit durch elektronische Post und ihr generelles Potenzial bis zu den Empfängern durchzukommen, sei nach wie vor eine der großen Herausforderungen und Barrieren beim Erfolg des eMail-Marketing. Eine gesonderte Untersuchung in Zusammenarbeit mit Forrester habe gezeigt, dass 52 Prozent aller Werbetreibenden aus dem Bereich dieses Potenzial zu den fünf größten Herausforderungen ihrer Branche zählten.

Die neuen Daten würden nun zeigen, so Horan weiter, dass diese gängigen Sorgen begründet seien; selbst Marketer großer Branchenvertreter, die mit aller Seriosität zu Werke gingen und sich an die Gesetzgebungen hielten, seien in großem Stil vom Schicksal der Verbannung in die Spam-Filter betroffen. Ein negativer Effekt des momentan enorm hohen Spam-Aufkommens im Netz. Horan sieht aber auch Fehler bei den Urhebern von elektronischer Werbung selbst. Ihnen fehle oft ein hinreichender Überblick über den Erfolg ihrer Kampagnen, sodass eine Korrektur der Maßnahmen und eine Optimierung der Prozesse gar nicht erst in den Bereich des Möglichen gelange, klagte er. Daran wiederum sind, glaubt man Horan, die Software-Applikationen für das eMail-Marketing schuld, weil sie lediglich messen, wie viele der verschickten eMails „gebounced“ sind, also keine Empfangs-Adresse erreicht haben. Ob die Nachricht letzten Endes tatsächlich gelesen wird, oder nur im Gemenge der unerwünschten Post gelandet ist, lässt sich damit nicht feststellen. In den Statistiken der Werbetreibenden werden, laut dem Goodmail-CEO somit viele Versuche als erfolgreich abgestempelt werden, die in Wirklichkeit nie einen Leser gefunden haben.

Die Empfehlungen der Experten weisen daher in Richtung intensiverer Einarbeitung der Entscheider in die vorhandene Marketing-Software. Deidre Baird, Geschäftsführer von Pivotal Veracity spricht sich in diesem Zusammenhang für mehr Kompetenz aus: Marketer müssten nicht nur wissen, welche Applikation benutzt wird, sondern auch tiefgehende Kenntnisse über ihre Anwendung, ihre Grenzen und die Aussagekraft der entspringenden Daten besitzen. Das standardmäßige „bound rate reporting“ also die Überwachung der nicht auf einen Adressaten getroffenen eMails müsse mit Tools erweitert werden, die zwischen gelesener, abgewiesener und in den Spam-Ordner gelenkter Post unterscheiden können.

 


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