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09.07.2009 - Während die herkömmliche Werbebranche über sinkende Umsätze klagt, wächst die Internetwerbung weiter. Zielgruppenorientierung lautet das Zauberwort.

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Reichlich unbeeindruckt: Online-Werbung boomt weiter

09.07.2009

Während die herkömmliche Werbebranche über sinkende Umsätze klagt, wächst die Internetwerbung weiter. Zielgruppenorientierung lautet das Zauberwort.

Das Marktforschungsinstitut Thomson Media Control hat eine Untersuchung durchgeführt, die ein durchaus positives Licht auf die Situation der Online-Werbung, mitten in den Zeiten schlechter Wirtschaftsnachrichten, wirft. Im ersten Halbjahr 2009 stiegen die Umsätze mit der digitalen Werbeform im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent und damit auf ein Niveau von 702 Millionen Euro. Der Vizepräsident des Hightech-Verbands BITKOM, wo die Zahlen veröffentlicht wurden, resümiert die Erkenntnisse. Die Online-Werbung habe im zweiten Quartal dieses Jahres weiter an Fahrt aufgenommen, worin sich die Fortsetzung eines strukturellen Wandels zeige.

Die Branche gewänne nämlich durch Verschiebungen in den Werbebudgets an Anteilen hinzu; das Internet werde für Werbetreibende immer wichtiger. Mehr als 46 Millionen Menschen und fast 70 Prozent der über 14jährigen sind derzeit in Deutschland im Web. Die Verschiebung, hin zu mehr Werbung in digitalen Sphären könnte, diesen Zahlen nach, tatsächlich gerade durch die Krise in der klassischen Werbung angetrieben werden - auch deshalb, weil Zielgruppen im Netz weitaus präziser angesprochen werden können. Die höchsten Ausgaben für Online-Werbemaßnahmen tätigten Anbieter von Telekommunikations- und Onlinediensten; 190,2 Millionen Euro wurden von ihnen für grafische Online-Werbung aufgebracht. Es folgen Entertainment- und Medienunternehmen mit 87,4 Millionen Euro, Touristik – und Gastronomie mit 86,3 Millionen Euro und die Finanzwirtschaft mit 85,6 Millionen Euro. Auch der Handel und Versand gab richtig Geld aus, 84,2 Millionen Euro wurden hier immerhin noch in die Hand genommen. Überraschender Weise weit abgeschlagen sind Pharmaunternehmen. Sie ließen im ersten Halbjahr 2009 nur in Höhe von 5,3 Millionen Euro zu Ausgaben für Online-Werbung hinreißen. Der Grund hierfür liegt allerdings darin, dass man in dieser Sparte tendenziell mehr auf Fernsehspots und Anzeigen in Printmedien setzt.

 


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