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News | Juli 2009
21.07.2009
Unterhaltungselektronik ist nach wie vor eines der Deutschen liebsten Kinder. Immer öfter sparen sie sich jedoch den Gang zum Fachmarkt.
Noch immer kaufen zwar 50 Prozent der deutschen Konsumenten ihre Handys und Computer im Elektronikgeschäft, doch es zeichnet sich mehr und mehr ein Trend zum Online-Shopping ab. 12,7 Millionen Nutzer das sind immerhin 17 Prozent, Tendenz steigend verlassen nicht mehr das Haus beim Stöbern nach neuen Anschaffungen, sondern greifen auf Verkaufsportale im Netz zurück. Diese Zahlen veröffentliche der Hightech-Verband BITKOM, basierend auf einer von techconsult durchgeführten Erhebung. Dort stellte man im Rahmen der Untersuchung außerdem fest, dass sechs Prozent der Verkäufe sogar über Lebensmitteldiscounter abgewickelt werden. 38 Prozent der Bundesbürger bevorzugen indes noch immer die spezialisierten, mittelständischen Fachhändler in den Städten.
Achim Berg, der Vizepräsident des BITKOM schaut zurück: Die ersten Studien zu Beginn des eCommerce-Zeitalters hätten damals vorausgesagt, dass in der Spitze maximal acht bis 15 Prozent der Konsumenten ihre Unterhaltungselektronik im Web kaufen würden. Die neuen Daten aber deuteten auf eine weitaus stärkere Verschiebung der Vertriebs- und Handelsstrukturen in den nächsten Jahren hin. Deutliche Gräben tun sich scheinbar beim Konsumverhalten zwischen den Geschlechtern auf: Während sich jeder vierte Mann beim Kauf von Digitalkamera & Co. ins Internet begibt, zeigt bei den Frauen nur jede zehnte Käuferin dieses Verhalten. Am häufigsten kaufen Männer zwischen 25 und 29 Jahren ihre technischen Neuanschaffungen online ein. Berg sieht in dieser Entwicklung ein Signal an die Angebotsseite: Für den stationären Fachhandel bedeute dieser Wandel eine enorme Herausforderung. Er forderte den mittelständischen Elektronikfachhandel auf, sich stärker dem Geschäftsfeld Heimvernetzung zu widmen. Er erwarte in Deutschland in den kommenden Jahren eine ähnlich stürmische Entwicklung wie in den USA, wo mit den Themen Heimvernetzung von Unterhaltungselektronik jährlich acht Milliarden US-Dollar umgesetzt würden.
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