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30.07.2009 - Allmählich mehren sich die positiven Signale aus der Wirtschaft. Die anhaltend starke Kaufkraft der Deutschen ist dabei ein wesentlicher Faktor.

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Online-Handel profitiert von Konsumfreude

30.07.2009

Allmählich mehren sich die positiven Signale aus der Wirtschaft. Die anhaltend starke Kaufkraft der Deutschen ist dabei ein wesentlicher Faktor.

Während Wirtschaftsexperten gespannt abwarten, ob der Arbeitsmarkt im Herbst standhalten wird, freut sich der Versandhandel über glänzende Umsätze. Soviel Geld wie nie zuvor werden die Bundesbürger dieses Jahr im Internet ausgeben und bescheren der Branche voraussichtlich ein Plus von 1,7 Prozent, was in absoluten Zahlen 29,1 Milliarden Euro gleichkäme. Das verlautbarte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels vor versammelter Presse in Düsseldorf und berief sich dabei auf Daten von TNS Infratest. Besonders stark - wie könnte es anders sein - legt dabei der Online-Handel zu. Ein Wachstum von 15 Prozent wird bis zum Ende 2009 prognostiziert. Damit würde der Umsatz in diesem Marktsegment von 13,4 Milliarden Euro im letzten Jahr, auf 15,4 Milliarden Euro anschwellen.

Dieter Junghans vom Versandhändler Pro Idee sieht die Rolle des Internet-Handels in seinem Geschäftsbereich als zunehmend bedeutungsvoll: Die Branche bekäme starken Rückenwind aus dem Web und könne damit, ganz entgegen dem allgemeinen Trend im Einzelhandel, wachsen. Immer mehr Unternehmen eröffneten ihre eigenen eShops und generierten dadurch zusätzliche Umsätze, da naturgemäß jeder Betrieb, der im Netz Handel betreibe auch Versender sein müsse. Den Aussagen von Junghans zufolge wird außerdem der Versandhandel immer mehr zum Online-Geschäft, denn 53 Prozent der Umsatzanteile sind mittlerweile der elektronischen Abwicklung zuzuschreiben. Umso erstaunlicher, dass immer noch fast 70 Prozent der Kunden den klassischen gedruckten Katalog als Informationsquelle nutzen und sich dort über die Waren schlau machen, bevor sie online bestellen. Selbst bei den unter 40jährigen ist dieses Vorgehen mit 64 Prozent sehr üblich. Junghans betonte deshalb, man sei noch weit davon entfernt, den klassischen Katalog als Werbemittel in Frage stellen zu können. Die Zahlen geben ihm Recht – die größten Umsätze werden in diesem Jahr voraussichtlich von Händlern erzielt, deren Geschäftsmodell auf parallelem Katalog- und Internetangebot beruht. Insgesamt werden die Deutschen bis Ende 2009 21,8 Milliarden Euro im Web ausgeben.

 


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