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News | Juli 2009
31.07.2009
Kaum ein anderes Medium wird so häufig und kontrovers diskutiert wie Computerspiele. Offenbar sind Videospieler jedoch keine lebensfremden, einsamen Wesen.
Ihnen wird viel nachgesagt, den digitalen Spielewelten. Von der Rolle als Sündenbock für Amokläufe bis hin zum Sargnagel für soziales Miteinander, stehen sie mit vielen Bezeichnungen in der Kritik. Tatsächlich ist der Bildungsstandard bei Spiele-Fans indes relativ hoch. Anlässlich der Games Convention Online in Leipzig veröffentlichte der BITKOM eine Studie, die bezüglich des Konsums von digitalen, interaktiven Medien deutliche Kluften zwischen den sozialen Hintergründen ans Licht bringt. Bei Bürgern mit Hochschulreife sind Computerspiele unverkennbar beliebter als bei jenen mit niedrigem Schulabschluss. Während jeder dritte Abiturient an PC, Konsole oder Handy regelmäßig Spiele nutzt, tut dies nur jeder fünfte Hauptschulgänger.
Mit dem Bildungsniveau steige auch die Affinität zu Computerspielen, sagte BITKOM-Vizepräsident Achim Berg. Jeder elfte Oberstufler habe eine Spielkonsole, bei den Hauptschülern sei es jedoch gerade mal jeder Zwanzigste. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 21 Millionen Videospieler, damit verbringen 29 Prozent der Gesamtbevölkerung einen wesentlichen Teil ihrer Freizeit in Pixeluniversen. Kaum überraschend ist natürlich, dass die Beliebtheit bei den 14- bis 29jährigen die stärkste Ausprägung aufweist hier sind es circa 70 Prozent, die sich zur regelmäßig wiederkehrenden Daddelei bekennen. Diese unterliegt indes einem Wandel: Der Trend gehe zum vernetzten Spielen erklärte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Leipziger Messe. Immer mehr Gamer träfen sich online und bildeten Spielgemeinschaften. Meist genutzte Games-Plattform ist der PC, auf dem 23 Prozent aller Befragten spielen. Zehn Prozent gaben an, Konsolen zu bevorzugen und immerhin schon fünf Prozent nutzen das Handy dafür.
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