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News - Archiv Juli 2009

31.07.2009 - Die beliebten eCommunities sind leider nicht nur für anfreundungswütige Vielsurfer ein hochfrequentierter Tummelplatz. Auch die Schattenwirtschaft mischt mit.

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Soziale Netzwerke unter Beschuss

31.07.2009

Die beliebten eCommunities sind leider nicht nur für anfreundungswütige Vielsurfer ein hochfrequentierter Tummelplatz. Auch die Schattenwirtschaft mischt mit.

Immer mehr rücken Myspace & Co. in den Mittelpunkt der Begehrlichkeiten von Cyber-Kriminalität. Das resümiert die Bochumer Sicherheitssoftware-Schmiede G Data in ihrem Malware-Halbjahresbericht. Da Schutzsysteme mittlerweile auf fast jedem Rechner Gang und Gäbe sind, wird es zwar immer schwieriger für die Schadcode-Autoren, Viren und Würme auf direktem Wege an den Mann oder die Frau zu bringen, jedoch weichen sie verstärkt auf weniger gut abgesicherte Schleichpfade aus. Dazu gehören in erster Linie Webseiten mit interaktiven Inhalten, auf den viele Anwendungen gleichzeitig laufen. Twitter, Facebook, XING, oder Myspace würden vermehrt für die Verbreitung von Malware oder Phishing-Aktionen genutzt, gab Ralf Benzmüller von G Data als Reaktion zur Studie zu bedenken. Auch gefährliche Würmer, die sich gezielt in den Netzwerken bewegten, nähmen an Fahrt auf.

Die stets neuesten Updates der Betriebsysteme, Browser und Antiviren-Programme seien daher notwendiger denn je. In den ersten sechs Monaten diesen Jahres identifizierten die Sicherheitsexperten 663.952 Bedrohungen - doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Dies liegt jedoch nicht nur innerhalb der gängigen Steigerungsraten, sondern drückt sogar eine leichte Flaute in der Frequenz der Neuerscheinungen von Malware aus. Auch hier schlage die Wirtschaftskrise durch, so Benzmüller, denn sinkende Einnahmen schwächten selbst die eCrime-Industrie. Den Aufsprung auf einen weiteren Trend haben die Nutzer von Apple und Unix-Betriebssystem sicherlich nicht freiwillig gemacht: Zwar stehen Windows-Anwender weiterhin im Mittelpunkt der Attacken, doch auch die alternativen Systeme müssen weitaus mehr Einschläge in ihren Schutzwallen feststellen. Außerdem werden Smartphones zunehmend interessant für Viren- und Malware-Entwickler; sie schafften es bei der Anzahl der Neuerscheinungen in die obersten fünf Ränge.

 


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