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06.08.2009 - Junk-eMails gelten als die größte Plage des Internets. Doch mit entsprechenden Schutzmaßnahmen können Nutzer sich weitgehend abschirmen.

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Spam ohne Ende: Maßnahmen gegen die Flut

06.08.2009

Junk-eMails gelten als die größte Plage des Internets. Doch mit entsprechenden Schutzmaßnahmen können Nutzer sich weitgehend abschirmen.

Deutsche Anwender stehen täglich unter Beschuss: 67 Prozent bekommen, laut einer Studie des BITKOM, Tag für Tag mindestens eine Spam-eMail zugesandt; 24 Prozent erhalten sogar mehr als fünf unerwünschte Schreiben. Diese Zahlen ermittelte der Webmonitor des Berliner Hightechverbands in Zusammenarbeit mit Forsa. BITKOM-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf kommentiert die Ergebnisse. Spam könne nicht nur extrem lästig sein, sondern unter Umständen auch Gefahren beinhalten. Schadprogramme oder Betrüger könnten sich dahinter verbergen, unerwünschte Post aus dubiosen Quellen solle man deshalb am besten sofort löschen. Die Feststellung, dass 90 Prozent aller weltweit verschickten elektronischen Nachrichten Spam seien, war bereits in mehreren Studien anderer Analysten gemacht worden, sodass auch der BITKOM zu dieser Einschätzung kommt. Obwohl es zahlreiche Schutzmechanismen gibt, schreibt und empfängt noch jeder vierte deutsche Anwender völlig ungeschützt seine eMails. 38 Prozent setzen auf die integrierten Filtersysteme ihrer Web-Mailer und 25 Prozent haben einen Junk-Mail-Schirm auf dem PC. Dabei gibt es die im eMail-Programm integrierte Variante oder Anti-Spam-Tools, die direkt auf dem Betriebssystem installiert werden.

Man müsse kein Experte im IT-Bereich sein, um sich relativ zuverlässig vor unerwünschten Schreiben zu schützen, jedoch bestehe weiterhin viel Aufklärungsbedarf, mahnte Kempf an. Zwar gibt es in Deutschland eine Bußgeld-Regelung, die Versendern eine Strafe von bis zu 50.000 Euro auferlegt, jedoch kommt der Großteil der fragwürdigen Autoren aus dem Ausland und ist somit gegen die deutsche Gesetzgebung gefeit. Der BITKOM gibt einige Tipps, um die Flut an Junk-Mails zumindest zu minimieren: Anwender sollen sich möglichst ungewöhnliche eMail-Adressen zulegen, um der nach dem Zufallsprinzip versandten Spam kein Ziel zu bieten. Für Chats und Foren sollte außerdem stets eine Ausweichadresse benutzt werden, damit das Hauptpostfach verschont bleibt - für im Netz angegebene Daten, kann schließlich niemand eine diskrete Nutzung garantieren. Zudem ist der Trick, bei der Angabe von eMail-Adressen auf z.B. der eigenen Homepage „at“ zu schreiben, statt „@“ recht wirksam gegen automatisierte Müll-Post. Dies funktioniert, entgegen anderweitiger Behauptungen noch immer sehr häufig. Anwender sollten des Weiteren niemals auf Links in den eMails klicken oder gar antworten. Wärmstens empfohlen werden auch Spam-Filter.

 


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