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News | August 2009
19.08.2009
Die EU will dafür beträchtliche Gelder zur Verfügung stellen. Besonders ländliche Regionen sollen dadurch ans Web kommen.
Nicht weniger als 18 Millionen Euro will die EU-Kommission ab dem 1. Januar des kommenden Jahres frei machen und Forschungsarbeiten an der vierten Generation der Mobilfunkübertragung zuführen. Mobiles Internet könnte damit bis zu zehn Mal schneller werden und so gilt das, kurz als LTE bezeichnete Verfahren (Long Term Evolution) in der Branche als der vielversprechendste Wegbereiter für eine ultraschnelle, drahtlose Kommunikation. Bereits seit 2004 investiert die Europäische Union in dieses neue System, weshalb bereits ab dem ersten Halbjahr 2010 mit einer kommerziellen Vermarktung in Schweden und dem nicht EU-Mitglied Norwegen gerechnet werden kann.
Dort können die Einwohner dann mit bis zu 100 Mbit/s durchs drahtlose Web surfen rund 100 Mal schneller als Benutzer des heutigen 3G-Netzes. Mit den LTE-Technologien werde die Forschungskompetenz Europas auch in Zukunft weltweit den Ton bei der Entwicklung von Mobilfunkdiensten und -geräten angeben, tönte EU-Kommissarin Viviane Reding. Damit spielt sie auf die Entwicklung des GSM-Standards an, bei der Europa bereits vor 25 Jahren eine tragende Rolle als Treiber der Forschung inne hatte. Jetzt will man eine erneute Revolution herbei führen. LTE eröffnete den Netzbetreibern eine enorme Datenübertragungskapazität, denn durch die Abschaltung alter, terrestrischer Funksignale können diese freigewordenen Bänder nun besser ausgenutzt und Nutzer mit sehr schnellen, drahtlosen Breitbandzugängen versorgt werden. Zudem soll die digitale Kluft zwischen Stadt- und Landbevölkerung geschlossen werden, denn fast ein Viertel der landlebenden Deutschen hatten Ende 2008 noch immer keinen Internetzugang.
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