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News | September 2009
25.09.2009
Was passiert mit RFID-Tags, die ihren Dienst an der Logistik abgeleistet haben? Das Umweltbundesamt informiert in einer Studie über Entsorgungsmaßnahmen und -probleme.
Was ein RFID-Tag kann, ist mittlerweile hinlänglich bekannt woraus es besteht, jedoch nicht: Klebstoffe wie Acrylat, Silizium-Chips, Kupfer, Aluminium und Silber für die Antennen, Epoxidharze, Nickel und PET-Komponenten machen die Entsorgung der schlauen Etiketten kompliziert. Das rasante Wachstum der RFID-Technologie beschäftigt daher nicht nur IT- und Logistikexperten: Laut eines Szenarios des Umweltbundesamtes werden im Jahr 2020 voraussichtlich bis zu 23 Milliarden RFID-Tags pro Jahr in Umlauf gebracht werden; derzeit sind es rund 86 Millionen.
Die gigantische Zahl kommt besonders durch den zukünftig hochwahrscheinlichen Einsatz von RFID-Tags auf Einweggetränke- und Lebensmittelverpackungen zustande sowie durch die RFID-Etikettierung nahezu sämtlicher Versandprodukte. Für die Recyclingunternehmen bedeuten die erhöhten Anteile der eingangs erwähnten Stoffe im Haushalts- und Industriemüll erhebliche Schwierigkeiten bei der Herstellung ihrer Recyclingprodukte: Aluminium und Siliziumanteile reduzieren die Bruchfestigkeit von Recycling-Glas, Kupferverunreinigungen beeinträchtigen die Aufbereitung von Weißblech und Aluminium, bisher recyclingfähige Metalle werden mit der Verbrennungsschlacke entsorgt.
Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, die Entwicklung von Art und Menge der Tags sorgfältig zu beobachten. Notwendig sei auch ein verstärkter Dialog zwischen den RFID-Tag-Herstellern, dem Handel und der Recyclingbranche. Sollte sich der Trend fortsetzen, müssen verstärkte, gemeinsame Anstrengungen der Wirtschaft für umweltverträgliche Lösungen folgen. Dabei steht ein ökologischerer Aufbau der Tags zunächst im Vordergrund, beispielsweise durch die mögliche Entwicklung metallfreier Polymer-Mikrochips. Zweitens müssten die Tags besser ablösbar sein - dann klappe es auch mit der getrennten Entsorgung.
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