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News | September 2009
25.09.2009
Microblogging ist zweifellos im Trend. Doch sind die Themen oft massenuntauglich.
Ein finnisches Expertenteam vom Helsinki Institute for Information Technolgy (HIIT), hat enthüllt, dass die Twitter & Co. eine hohe Dichte an Infomationen aufweisen, die für Dritte gänzlich uninteressant sind. So gehören solche profanen Dinge wie Ich bin auf der Arbeit, ich bin zu Hause, ich esse, oder ich schlafe zu den mit Abstand am häufigsten eingetragenen Nachrichten. Die Frage ist: Wird so etwas gelesen?
Meistens finden sich Freunde oder Bekannte, die derartige Updates zur Aktivität eines Users abrufen. Kommentare sind eine grobe, aber zunächst sinnvolle Art Aufmerksamkeit zu messen, denn laut HIIT strebt so gut wie jeder Anwender nach einer gewissen Zuwendung durch andere. Dabei falle auf, so die Autoren der Studie, dass intime Gefühle und Gedanken so gut wie nie gebloggt würden. Die Nutzer scheinen also noch immer eine gewisse Scheu vor der Öffentlichkeit und freien Zugänglichkeit der Microblogs haben. Die meisten Einträge werden entweder innerhalb eines Tages beantwortet beziehungsweise kommentiert - oder gar nicht. Beim HIIT ist man der Ansicht, dass die Kurzversionen der Blogs deshalb so beliebt sind, weil Mitglieder volle Kontrolle über ihre Beiträge haben. Allerdings setze eine ernsthafte Beteiligung große Zeitinvestition voraus, weshalb Einsteiger schnell von der Dominanz einiger weniger Blogger abgeschreckt würden.
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