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06.10.2009 - Marketer müssen sich gegen eine recht fest gemauerte Wand an Vorurteilen gegenüber Video-Werbung im Netz behaupten. Wie erreicht man die riesige Zahl an Sehern?

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Widerborstige Anwender: Werbe-Clips unbeliebt

06.10.2009

Marketer müssen sich gegen eine recht fest gemauerte Wand an Vorurteilen gegenüber Video-Werbung im Netz behaupten. Wie erreicht man die riesige Zahl an Sehern?

Mehr Menschen als jemals zuvor schauen sich Videos im Internet an – schon allein deshalb, weil man ihnen mittlerweile kaum noch ausweichen kann. Das rasante Wachstum professioneller Inhalte wird die Akzeptanz von Werbung im Video alsbald erhöhen, davon jedenfalls gehen die Analysten von eMarketer aus. David Hallerman, vom Expertenteam bei eMarketer zeigt sich zuversichtlich. Die Anpassung der Clip-Längen an die Länge des Gesamtvideos, sodass sie nicht zu aufdringlich wirken, werde das Meinungsbild langfristig kippen, meint er. Zudem würden die Marketingkampagnen per bewegtem Bild in Zukunft viel mehr auf das Thema des Beitrags eingehen und somit auch die Zuschauer direkter dort abholen, wo ihr Einstellung am positivsten und das Involvement am höchsten seien.

Doch auch andere Werbeformen, die in Videos verwendet werden, könnten noch optimiert werden, mahnte eMarketer und verwies dabei auf eine Studie von MTV Networks. Diese hatte gezeigt, dass eingeblendete, sogenannte „overlays“, wie man sie beispielsweise auch bei Youtube findet, höhere Akzeptanz und stärkere Wahrnehmung der Werbung bewirken. Doch wieso ist die Skepsis im Online-Bereich so hoch, während die Fernsehwerbung seit Jahrzehnten weitgehend angenommen wird? Hallerman begründet dies damit, dass die Klientel in beiden Medien noch nicht problemlos vergleichbar sei. Die Internet-Zuschauer reagierten, so der Analyst, nicht in gleicher Weise auf eine Video-Werbung im Netz, wie auf den exakt identischen Clip im Fernsehen. Und tatsächlich: Befindet man sich am PC in derselben Stimmung, wie auf der Couch vor dem TV? Selten dürfte dies der Fall sein; und so sollte die Werbung weiterhin auf diese Unterschiede reagieren.

 


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