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News | Februar 2010
19.02.2010
eCommerce-Veteranen kennen das Problem: Alte Systembestandteile, vergessene Funktionen und überflüssige Sub-Websites verstopfen den eShop. Zeit, den Schrubber herauszuholen.
Alte Zöpfe abschneiden kann sich lohnen: Wie eine vermutlich nicht ganz uneigennützige Umfrage der eCommerce-Spezialisten von novomind ergab, sind eShops mit neueren, seit 2007 installierten Systemen umsatzstärker als ihre älteren Konkurrenten mit System von 2002 und früher. Neun von zehn Betreibern der neueren Shops beurteilten ihren Vertriebserfolg als gut bis sehr gut, bei den älteren waren es nur 72 Prozent.
Jeder vierte Online-Händler kämpft laut den Experten mit technischen Altlasten: Bislang unterschätzte Modernisierungsbaustellen seien der Warenkorb und der Bezahlvorgang. 56 Prozent der eShops bieten beispielsweise noch keinen Service zur Geschenkverpackung an, 42 Prozent räumen keine Rabatte auf bestimmte Bezahlverfahren ein. So werde die Chance verpasst, zusätzliche Besucher durch mehr Service oder durch unterschiedliche Preismodelle zum Kauf zu bewegen. Auch hinsichtlich des Kundenvertrauens in die Datensicherheit eines eShops lohnen sich Modernisierungen: Kundendaten werden zwar heute bei fast allen Shoppingplattformen verschlüsselt übertragen, doch erst bei 30 Prozent der Plattformen erfahren die Kunden dies auch; beispielsweise in Form eines Logos der Verschlüsselungstechnik. 72 Prozent der E-Shop-Betreiber ohne einen solchen optischen Hinweis wollen allerdings auch künftig darauf verzichten. Eine riskante Strategie - unsichere Käufer könnten den Besuch des Online-Shops abbrechen und woanders einkaufen.
Modernisierung kostet zwar erst einmal Geld, kann dann aber auch Kostenersparnis bringen: Alte und mit den Jahren fehleranfällig gewordene Kaufabwicklungsprozesse oder Warenpräsentationen verursachen unnötige Serviceanfragen; ein modernes und funktionierendes System könnte diese einsparen helfen. So entstehe ein Großteil der Kundenanfragen nur deshalb, weil technisch nicht alles nach den Erwartungen der Käufer verlaufe, unterstreicht Peter Wiedekamm von novomind abschließend.
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