ECIN Home | Aktuell |
News | März 2010
04.03.2010
Windows-Anwender, die sich in der Angebotsvielfalt der Browser nicht gut auskennen, benutzen automatisch den Internet Explorer. Dies soll nun ein Ende haben.
Denn die Europäische Kommission hat entschieden, dass dieser Umstand gegen die Prinzipien des freien Wettbewerbs, die im europäischen Wirtschaftsraum bestehen, verstößt. Microsoft wird gezwungen auch andere Browser-Programme übersichtlich und gleichberechtigt mit dem hauseigenen Produkt anzubieten. Neutralität, so kritisieren Branchenkenner schon seit langem, sei noch nie die Stärke des Gates-Konzerns gewesen und tatsächlich hatte es langwierige Beschlüsse und Klagen gebraucht, um diese Entscheidung gegen den Willen Microsofts durchzusetzen.
Zwischen elf alternativen Programmen können Nutzer von Windows ab sofort auswählen. Die Kopplung des Webbrowsers an das meist genutzte Betriebssystem ist somit, gemäß den Willen der EU-Kommission aufgehoben. Zunächst wurde Microsoft für den Zeitraum von fünf Jahren verpflichtet ein Auswahlmenü in Windows XP, Windows Vista sowie Windows 7 zu integrieren. Unter den Alternativen finden sich Googles Chrome, Firefox von Mozilla sowie Opera und Safari. Aber auch weniger bekannte Programme stellt Microsoft zur Verfügung; Flock, K-Melon oder Maxthon werden wohl für viele Nutzer neu sein. Bis Mitte Mai soll der Auswahlbildschirm auf europaweit 100 Millionen PC für Vielfalt sorgen.
Zum gleichen Thema:
03.03.2010 - Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig
23.02.2010 - Schreibtisch war gestern: mobile Mitarbeiter gefragter denn je
03.12.2009 - Der neue Analphabetismus
19.11.2009 - Domains werden unleserlich
12.11.2009 - Deutschland top in Europa
Mehr Infos zum Thema 'Nuzer'