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10.03.2010 - Das Web gewinnt sowohl als Forum des Austauschs und der Unterhaltung, aber auch als Plattform zur freien Meinungsäußerung an Bedeutung. Viele wollen es bereits als Grundrecht verankert sehen.

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Grundrecht Internet

10.03.2010

Das Web gewinnt sowohl als Forum des Austauschs und der Unterhaltung, aber auch als Plattform zur freien Meinungsäußerung an Bedeutung. Viele wollen es bereits als Grundrecht verankert sehen.

Natürlich ist der Aspekt der freien Meinungsäußerung in einigen Regionen, in denen das Netz genutzt wird, noch eine zwiespältige Sache. Während alle Welt in dieser Hinsicht momentan kritisch vor allem auf China blickt, sehen 50 Prozent der weltweiten Anwender das Web als fundamentales Grundrecht an. In einer umfassenden Studie von GlobeScan, die im Auftrag der BBC durchgeführt wurde und in der fast 28.000 Internetanwender aus aller Welt kontaktiert wurden, gaben außerdem 44 Prozent an, dass sie ohne Anschluss an die globale Datenautobahn kaum mehr leben könnten. Interessant ist, dass die Zustimmung zur Frage „Internet als Grundrecht“ im hoch überwachten Online-Land China am drittstärksten (87 Prozent) war. Südkorea führte diese Kategorie indes mit 96 Prozent Zustimmung an.

78 Prozent der Befragten aus insgesamt 26 Ländern gaben an, dass das Netz ihnen mehr Freiheiten gebracht habe. Wenig überraschend: 90 Prozent der Anwender nutzen es, um zu Lernen und Wissen zu akquirieren. Auch unter den Deutschen sagen etwa 60 Prozent, dass dies der wesentlichste Aspekt des Webs im Alltag sei. 24 Prozent nennen dabei jedoch die kommunikativen Facetten als wichtigste Errungenschaft. 72 Prozent der Bundesbürger finden, dass der Zugang zum Internet mehr Freiheit gebracht habe, jedoch sagen auch 27 Prozent das genaue Gegenteil; bei der Frage, ob das Web als Grundrecht zu definieren sei stimmten 78 Prozent zu. Im globalen Vergleich sind die Sicherheitsbedenken in hierzulande allerdings am stärksten ausgeprägt – satte 72 Prozent der befragten Deutschen sagten, es sei im Netz nicht sicher seine Meinung zu äußern. Die Sorge, dass Werbetreibende oder Obrigkeiten derartige Angaben für ihre Zwecke nutzen oder zur Terrorbekämpfung einsehen, ist enorm groß. Die Sicherheitsexperten im In- und Ausland begründen dies gern mit der schwierigen Geschichte der Presse- und Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik.

 


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