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17.03.2010 - Der frühe Vogel fängt den Wurm. Doch Händler und Hersteller die erst jetzt in die Welt des Web2.0 vordringen können noch immer abräumen.

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Soziale Märkte

17.03.2010

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Doch Händler und Hersteller die erst jetzt in die Welt des Web2.0 vordringen können noch immer abräumen.

So der Tenor einer Studie zum Thema Markenetablierung in sozialen Medien, aus dem Hause IDC. In den eCommunities, Bewertungsportalen und Blogs, so heißt es, werde der Image-Aufbau und die Image-Pflege für Händler stetig bedeutsamer, so dass mittlerweile auch kleinere Vertreter der Branche dort effektive Marketing-Kampagnen durchführen könnten. Dabei sprechen die Experten von einem kontinuierlichen Lernprozess, dem die Händlermarken unterliegen. Die Web2.0-Applikationen würden nicht nur der Nachfrageseite völlig neue Welten eröffnen – auch die Anbieter verstünden es immer besser, Kunden anzulocken und zu überzeugen, da sie seit mittlerweile geraumer Zeit Verhaltensmuster im eCommerce hätten beobachten und sich ihnen anpassen können.

Ivano Ortis von IDC wagt eine Voraussage: Künftig sehe er ein offenes soziales Netzwerk, das auf einem durch und durch personalisierten, individuellen Zugang für den jeweiligen Anwender basiere – unabhängig von Portal-Betreibern und Online-Händlern, aber dennoch von allen unterstützt. Ortis sieht die Vereinheitlichung und gleichzeitige Individualisierung nicht als Widerspruch, denn die sozialen Medien der Zukunft seien von einer breiten Vielzahl von internetfähigen Technologien zugänglich. Mittlerweile sind 1,3 Milliarden Menschen weltweit in den zehn größten Web-Gemeinden angemeldet. Die innovative Natur sozialen Netzwerke, so die Analysten, könne Markenbekanntheit in Windeseile erhöhen und somit auch „Wiederholungstäter“ zu erschaffen, also ein erhöhtes Maß an Kundentreue zu erreichen. Jedoch müsse dabei ein Gleichgewicht zwischen Markenpräsenz und unangetastetem Kontrollgefühl des Käufers beachtet werden; der Kunde muss sich in seinem Netzwerk-Profil zu Hause fühlen und die virtuelle Privatsphäre seines eigenen kleinen Reiches genießen können. Fraglich mag für den ein oder anderen freilich sein, wie „privat“ die Nutzung eines sozialen Netzwerks maximal sein kann. Die aktuelle Debatte bezüglich dieses Themas veranlasste jüngst selbst den Branchenriesen Google, seinen Nutzern eine eigenmächtige Löschung persönlicher Daten zu ermöglichen.

 


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