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News | März 2010
22.03.2010
Das Internet ist nicht mehr aus der Welt zu denken. Doch nur für einen kleinen Teil unserer Gesellschaft gehört das digitale Leben zum Alltag.
Dies ist das Ergebnis der Studie Digitale Gesellschaft in Deutschland der Initiative D21. Demnach gehören ganze 35 Prozent der Deutschen zu der Gruppe der digitalen Außenseiter und 30 Prozent zu den Gelegenheitsnutzern, nehmen also entweder gar nicht oder nur bedingt an der digitalen Gesellschaft Teil. Laut Dr. Ulrich Hermann von D21 spreche man bereits seit geraumer Zeit von einer digitalen Gesellschaft, anhand der vorliegenden Ergebnisse sehe man aber deutlich, dass ein großer Teil der Bevölkerung noch nicht in ihr angekommen sei. Damit sei eine Teilung der Gesellschaft aufgekommen, die sich nicht mehr englang technischer Ausstattung, sondern im Hinblick auf Kompetenz, Wissen sowie der Einstellung gegenüber den digitalen Medien vollziehe.
Bei der Studie konnten die Experten verschiedene Nutzergruppen in der deutschen Gesellschaft identifizieren: So gibt es die bereits genannten Nicht-Nutzer, zu denen mit einem Durchschnittsalter von 62,4 Jahren 35 Prozent der Bevölkerung gehören und die Gelegenheitsnutzer, die ein Durchschnittsalter von 41,9 Jahren aufweisen. Die digitale Elite bilden die Gruppen der Trendnutzer mit elf Prozent und die der digitalen Profis mit zwölf Prozent und einem Durchschnittsalter von jeweils etwa 36 Jahren. Beide fühlen sich auf digitalem Terrain mittlerweile wie zu Hause. Herausstechend ist die digitale Avantgarde, die, mit einem Durchschnittsalter von 30,5 Jahren und drei Prozent der Bevölkerung, sowohl privat als auch beruflich stark an der digitalen Infrastruktur teilnimmt und etwa elf Stunden pro Tag online verbringt.
Robert A. Wieland von D21 zufolge zeigen diese Ergebnisse, dass das Warten auf Veränderungen alleine nicht zum Ziel führen wird. Nur mit auf einzelne Gruppen zugeschnittenen Maßnahmen ließe sich Deutschland besser auf die Herausforderungen der digitalen Welt im 21. Jahrhundert vorbereiten. Dasselbe, soviel ist zu empfehlen, sollten sich auch Marketer zu Herzen nehmen. Auch wenn sich in der Zukunft vieles weiter verändern wird, kann bis dahin durchaus noch Zeit vergehen - man sollte aber vorbereitet sein.
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