Jede Woche gut informiert - jetzt den kostenlosen Newsletter ECIN Weekly abonnieren:

Erhalten Nutzungsbedingungen
24.03.2010 - Groß ist der Hunger der heutigen Gesellschaft nach Informationen. Die Kanäle werden immer mehr und teilweise gleichzeitig genutzt.

ECIN Home | Aktuell | News | März 2010

Medienkonsum immer und überall

24.03.2010

Groß ist der Hunger der heutigen Gesellschaft nach Informationen. Die Kanäle werden immer mehr und teilweise gleichzeitig genutzt.

Einen Grund mehr auf crossmediale Strategien in der Werbung zu setzen zeigt eine Studie von Nielsen. 60 Prozent aller befragten Konsumenten geben mittlerweile an, beim Surfen im Internet mindestens einmal im Monat gleichzeitig den Fernseher eingeschaltet zu lassen. Diese Zahlen berufen sich auf das vierte Quartal 2009. Mehr als drei Stunden verbringt laut den Analysten ein Jeder mit der gleichzeitigen Nutzung von Web und TV, das sind etwa drei Prozent der Fernsehzeit des Einzelnen. Experten sehen dies als Anlass Marketer noch mehr zur Nutzung von Mehrkanal-Werbekampagnen anzuregen. Interaktive Online-Marketing-Maßnahmen ersetzten keine Werbespots zur besten Sendezeit und umgekehrt könnten die TV-Clips nicht den digitalen Sektor übernehmen – noch seien beide Arten der Werbung als getrennt zu betrachten.

Matt O’Grady von Nielsen aber sieht die positiven Aspekte des steigenden gleichzeitigen Konsums von Fernsehen und Internet. Da neben der rasant wachsenden Inanspruchnahme des Internets auch der gesamte Medienkonsum um satte 35 Prozent angestiegen sei, hätten die Befürchtungen, das Netz könnte unter Umständen die Fernsehprogramme kannibalisieren, bislang keinen Nährboden in der Realität des Werbemarktes gefunden. Die deutlichen Unterschiede zu Kampagnen in der digitalen Welt würden den Kunden in ein ganz neues Verhältnis zu den klassischen TV-Spots stellen. Mobile- und Online-Videos verhielten sich in ihrer Einzelwirkung auf den Konsumenten nach wie vor spürbar anders, denn sie hätten deutlich schwächere Effekte auf die Adressaten. Die ständige Abrufbarkeit und Fülle des Webs scheint hier also eher Masse als Qualität an den Kunden zu liefern, sodass das Involvement im TV immer noch sehr hoch ist. Dass beide Informationskanäle immer mehr gleichzeitig genutzt werden, zeigt zudem die steigende Nachfrage nach einer einzigen, allumfassenden Mediennavigation die die Trennung von TV, Internet und Applikationen aufheben soll.

 


Zum gleichen Thema:

Unterwegs fernsehen, aber bitte lokal 16.02.2010 - Wer TV sagt, muss auch Online sagen
Unterwegs fernsehen, aber bitte lokal 26.01.2010 - 2010 wird alles besser
Unterwegs fernsehen, aber bitte lokal 18.01.2010 - Video-Werbung hat weiterhin gute Aussichten
Unterwegs fernsehen, aber bitte lokal 08.01.2010 - TV ist nicht genug
Unterwegs fernsehen, aber bitte lokal 17.12.2009 - Unterwegs fernsehen, aber bitte lokal


Mehr Infos zum Thema 'Konvergenz'


... zum Archiv