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25.03.2010 - Dass die Wirtschaft der Zukunft von blitzschnellem Internet abhängig sein wird, scheint unabwendbar. Aber wer würde eine solche Vernetzung auch abwenden wollen?

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Je vernetzter desto besser: Breitband soll aus Krise helfen

25.03.2010

Dass die Wirtschaft der Zukunft von blitzschnellem Internet abhängig sein wird, scheint unabwendbar. Aber wer würde eine solche Vernetzung auch abwenden wollen?

Datenschützern und Netzkritikern mag es nicht gefallen, aber das Web wird in absehbarer Zeit noch schneller und dichter werden – das ist der Tenor des Jahresabschlussberichts 2009 der Bundesnetzagentur. In den kommenden Jahren bestehe die Chance durch leistungsfähige Breitband- und Energienetze einer Modernisierungswelle in der Wirtschaft anzustoßen, so der enthusiastische Kommentar des Präsidenten, Matthias Kurth. Die Wirtschaftskrise könne durch eine Welle der Innovation rasch überwunden werden. Dafür stellte man in seiner Behörde einen kompakten Maßnahmenkatalog zusammen, der von der Vergabe neuer Funkfrequenzen für drahtloses Internet, über den Ausbau der Glasfasernetze, bis hin zur Senkung des Energieverbrauchs durch Smart Metering Vorschläge bereit hält, wie die Volkswirtschaft mit Hilfe der IKT zügig die Folgen der Rezession eindämmen kann. Insbesondere der Ausbau des Breitband-Internets wirke sich nicht nur auf die Telekommunikationsfirmen positiv aus, sondern helfe auch allen anderen Wirtschaftszweigen.

Schnelle Anschlüsse seien die moderne Grundlage für einen reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse und Umgang mit Kunden und Partnern, mahnte Kurth. Er sieht seine Agentur als Institution, die dem Telekommunikationssektor günstige Rahmenbedingungen bereitstellen soll, damit Anbieter und Hersteller aus diesem und anderen Bereichen unter guten Vorzeichen im harten internationalen Wettbewerb agieren können. Die Entwicklung spricht für sich: Während sich das Verkehrsvolumen schmalbandiger Verbindungen mittlerweile drastisch verringert und in die Bedeutungslosigkeit abzusinken droht, wird die Breitbandbeanspruchung künftig ungeahnte Ausmaße annehmen. Unter anderem weil Online-Video und IP-Telefonie heute bereits beliebt sind, aber vor allem auch weil internetfähige Rechner nicht mehr nur als große Kästen unter dem Schreibtisch stehen, sondern bald auch in Gebäudewänden, Möbeln, Kleidern und jedem erdenklichen Bereich des Lebens anzutreffen sein werden, wird das weltweit übertragene Datenvolumen auf bislang unvorstellbare Größen anschwellen.

Derzeit stellen die meisten Breitbandverbindungen Geschwindigkeiten zwischen zwei und zehn Mbit/s zur Verfügung. Etwa ein Viertel ermöglicht bereits Downloads bis zu 10Mbit/s. 90 Prozent aller DSL -Anwender, also 22,4 Millionen Breitbandleitungen nutzen den DSL-Standard; zweifelsohne ist diese Technologie in der Blütezeit ihrer Nutzung. Der einzige, ökonomisch eventuell halbwegs ernst zunehmende Konkurrent des DSL-Standards ist derzeit die Verbindung über TV-Kabel. Davon gibt es jedoch erst etwa 2,3 Millionen in Deutschland, obwohl bis Ende 2009 theoretisch 24 Millionen Haushalte sie hätten nutzen können. Bandbreiten von bis zu 120Mbit/s locken. Die Experten sind sich allerdings einig, dass ultraschnelle, drahtlose Anschlüsse das Web der Zukunft verbinden werden, da zum Beispiel Glasfaserleitungen unverhältnismäßig teuer sind. Zudem kann man tragbare Geräte nicht durch Kabelleitungen vernetzen, so dass das Web langfristig wohl ohnehin zum Großteil durch die Luft wird reisen müssen.

 


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