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News | April 2010
30.04.2010
Auf allen Kontinenten verlagern sich derzeit geschäftliche Aktivitäten ins Netz, trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise. Einige Regionen haben allerdings noch Nachholbedarf.
Indien plus 30 Prozent, Japan plus 22 Prozent, Thailand schießt mit plus 76 Prozent den Vogel ab - keine Frage, es geht aufwärts im eCommerce, wie das Hamburger Marktforschungsunternehmen ystats zu berichten weiß. Auch in Osteuropa wächst und gedeiht es, so beispielweise mit plus 23 Prozent in Tschechien. Auf dem schon recht entwickelten deutschen Markt konnte immer noch ein Plus von 15 Prozent verzeichnet werden.
Drei Viertel der deutschen Internetnutzer sind Online-Shopper, insgesamt kauften 33 Millionen Menschen 2009 in Deutschland Waren im Netz. In Sachen Internetversorgung sind nach wie vor die USA und Kanada das Maß aller Dinge, hier hängen acht von zehn Menschen bereits am Netz. In Europa ist es hingegen mit etwa 55 Prozent nur knapp die Hälfte was hauptsächlich an Osteuropa liegt. Während neun von zehn Niederländern online sind, sind es in der Ukraine lediglich rund zwei von zehn. Auch in Russland besteht mit einem runden Drittel an Internetnutzern im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung noch Ausbaubedarf, in Asien variiert die Anschlussdichte stark: In Indien sind nur vier Prozent der Bevölkerung online; in China ein rundes Drittel, in Südkorea drei Viertel.
Weltweit ist der eCommerce-Markt regionalen Eigenheiten unterworfen: In Dänemark etwa ist der B2C-eCommerce Markt stark fragmentiert viele kleine Unternehmen mit geringen Marktanteilen werben um die potenziellen Kunden. In Italien wird der Online-Shopping-Markt von Elektronikhändlern wie Mediaworld und E-Price dominiert, während in der Türkei Anbieter wie Hepsiburada, Biletix und Gittigidiyor führend sind. Erwähnenswert ist auch der Siegeszug von Shopping-Clubs auf der ganzen Welt Anbieter wie Brands4Friends, BuyVIP, Vente Privée und Limango werden in vielen Ländern immer beliebter. Bei den Warenkategorien sind Reisen, Bücher und Unterhaltungselektronik nach wie vor in vielen Ländern führend, während das Segment Bekleidung weltweit immer mehr an Bedeutung gewinnt.
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